Der Bundesdatenschutzbeauftragte will deshalb die DSGVO auf den Prüfstand stellen und Entlastungsvorschläge machen.
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Informations- und Dokumentationspflichten

DSGVO: Kommt eine Entlastung für Betriebe?

Durch die DSGVO haben Betriebe zahlreiche Pflichten – das belastet viele. Der Bundesdatenschutzbeauftragte will kleine Betriebe entlasten.

Mittlerweile ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) seit fast einem Jahr verbindlich. Die neuen Regeln haben im vergangenen Jahr zum Teil für große Verunsicherung gesorgt. Das stellt auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber anlässlich seines aktuellen Tätigkeitsberichts fest. Darin zieht er eine Zwischenbilanz – in der geht es auch um kleine Betriebe.

DSGVO: Niedersachsen will kleine Betriebe entlasten

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„Ich bin überzeugt, dass man den Aufwand für kleinere Unternehmen beim Datenschutz durch Veränderung bei den Informationspflichten deutlich reduzieren kann, ohne das Datenschutzniveau damit zu senken“, so Kelber. Er spricht sich dafür aus, die Informations- und Dokumentationspflichten auf den Prüfstand zu stellen. Das Wort des Bundesdatenschutzbeauftragten hat Gewicht. Seine Aufgabe ist es unter anderem die Bundesregierung in Sachen Datenschutz zu beraten.

In welchen Punkten sich Kelber eine Entlastung für kleine Betriebe vorstellen kann, sagt er nicht konkret. Allerdings will er im Laufe des Jahres zusammen mit den Landesdatenschutzbehörden konkrete Vorschläge unterbreiten, wie Unternehmen entlastet werden können.

Seine Behörde gibt auch schon erste Hinweise, in welche Richtung die Vorschläge gehen könnten: Informationen über Datenverarbeitungen – die nach „gesundem Menschenverstand von den Betroffenen erwartet werden können und müssen“ – sollten nicht mehr in einer Form verlangt werden, die eine unmittelbare aktive Benachrichtigung erforderlich macht.

Und wie ist es bei Ihnen: An welchen Stellen wünschen Sie sich eine Entlastung in Sachen DSGVO. Schreiben Sie uns an redaktion@handwerk.com oder kommentieren Sie hier!

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