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Manche Einbrecher schrecken vor nichts zurück. So belehren Sie sie eines Besseren.

Manche Einbrecher schrecken vor nichts zurück. So belehren Sie sie eines Besseren.

Die schweren Jungs sind auf Trab. Tatort Region Hannover: In mehr als 2500 Betriebe steigen sie Jahr für Jahr ein. Dabei haben sie leichtes Spiel. Denn die meisten Unternehmer schieben so gut wie keinen Riegel vor. Andere investieren zwar in Einbruchschutz, unterschätzen aber die Täter. Die werden immer brutaler, sagt Polizeihauptkommissar Lutz Wöckener. Sicherheitsfenster rammen die einfach mit schwerem Gerät, warnt der Experte für technische Prävention. Was tun?

Betrieben, die sich außerhalb eines Wohngebiets befinden, rät Wöckener, eine Alarmanlage einzubauen und mit einem Wachdienst zu verbinden. Keine Billiggeräte aus dem Baumarkt, sondern nur solche, die der Verband der Sachversicherer oder eine andere anerkannte Stelle zertifiziert hat, betont er. Knackpunkt: So eine Anlage kostet viel Geld. Die Summe ist fünfstellig, sagt Wöckener. Zudem schlage der Wachdienst mit 50 bis 100 Euro pro Monat zu Buche. Das alles ist für die Katz, wenn der Installateur sein Handwerk nicht beherrscht. Es gebe zuhauf schlecht qualifizierte Anbieter, berichtet der Polizist. Zuverlässige Kandidaten seien in den Errichterlisten der Behörden aufgeführt.

In Gegenden, in denen Krach Anwohner alarmiert, geben Diebe häufig schon bei relativ einfachen nachrüstbaren Sicherungen auf. So etwa bei einbruchhemmenden Einsteckschlössern mit Profilzylinder und Schutzbeschlag. Oder bei Schließblechen und Bandsicherungen, die es erschweren, Türen aufzuhebeln. Auch Mehrfachverriegelungen mit Schwenkriegeln helfen, Diebe zu vertreiben. Bei Fenstern erledigen das abschließbare Griffe in Verbindung mit speziellen Beschlägen und Verbundsicherheitsgläsern.

Wer neu baut oder renoviert, für den bieten sich geprüfte einbruchhemmende Türen und Fenster nach DIN ENV 1627 an. Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag beziehungsweise Rahmen, Beschlag und Verglasung dieser Konstruktionen fügen sich zum Bollwerk. Welche Widerstandsklasse brauchen Betriebe? WK 2 reicht in vielen Fällen, sagt Lutz Wöckener.

Dass mechanische Sicherungen nicht ohne Wirkung bleiben, belegen Zahlen. Tatort Bayern: Die Zahl der an Türensicherungen gescheiterten Einbrüche in Betriebe ist in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 100 Prozent gestiegen. Bei Fenstern brechen laut Landeskriminalamt heute fast 90 Prozent mehr Langfinger ab.

Ob Alarmananlage oder WK2: Beide Lösungen sind teuer und bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Alternative? Ein Zaun und ein scharfer Hund das ist für kleine Betriebe immer noch die beste Lösung, schmunzelt Wöckener.

(mfi)

Chefs im Visier

Die Polizei zeigt Handwerkern, wie sie ihren Betrieb schützen können.

Wo sind neue Türschlösser notwendig? Welche Fenster gilt es zu sichern? Wie groß muss die Widerstandsklasse sein? Wohin gehören Bewegungsmelder? Antworten darauf geben Spezialisten der Polizei. Bundesweit stehen Präventionsteams bereit, die kostenlos ein Auge auf Betriebe werfen. Die Berater erarbeiten gemeinsam mit den Untermehmern ein Sicherungskonzept. Berücksichtigt werden technische wie auch organisatorische Aspekte.

Link: www.polizei.propk.de

Langfinger im eigenen Laden

Chefs merken es häufig erst spät, wenn sie ein

Mitarbeiter bestiehlt.

Eine Handvoll Schrauben, einen Stapel Papier, ein paar Münzen aus der Wechselkasse, einen Streifen Briefmarken, mal ein Werkzeug so etwas fällt kaum auf. Nicht selten kommen Unternehmer erst nach Jahren dahinter, dass ein Mitarbeiter Dinge mitgehen lässt. Und dann wollen sie es nicht wahrhaben so groß ist das Vertrauen. Dabei ist es keine Seltenheit, dass Mitarbeiter lange Finger machen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) schätzt, dass Unternehmen auf diese Weise pro Jahr drei Milliarden Euro verlieren. Tendenz steigend.

In der Mehrzahl sind es Männer, die das Vertrauen ihrer Vorgesetzten missbrauchen. Auf sie entfallen laut GdV zwei Drittel aller Fälle. Je älter ein Mitarbeiter, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass er stiehlt. 35 Prozent der Delikte gehen auf das Konto von Kollegen unter 30 Jahren. 30 Prozent sind zwischen 30 und 40 Jahren alt, 23 Prozent zwischen 40 und 50 Jahren. Zwölf Prozent aller Delikte tragen die Handschrift der Generation 50 plus.

Es zeigt sich: Je länger die Betriebszugehörigkeit, desto seltener werden die Diebstähle. Die größte Gefahr besteht in den ersten beiden Jahren der Unternehmenszugehörigkeit. Danach nimmt die Gefahr kontinuierlich ab. Doch Vorsicht: Wenn langjährige Mitarbeiter in die Kasse des Unternehmens greifen, dann tun sie es in der Regel gleich richtig.

So können Sie dem Unwesen im Betrieb vorbeugen:

Markierung: Kennzeichnen Sie potenzielles Diebesgut mit einem Aufkleber, beispielsweise mit dem Logo Ihres Unternehmens.

Inventur: Machen Sie regelmäßig eine Bestandsaufnahme, prüfen Sie Abweichungen gegenüber dem Soll-Zustand.

Schwarzes Brett: Informierem Sie Ihre Belegschaft, wenn etwas vermisst wird. Zum Beispiel durch einen Aushang am einem Schwarzen Brett.

Gespräch: Machen Sie Mitarbeitern, die stehlen, klar, dass Diebstahl eine Straftat ist und eine fristlose Kündigung rechtfertigt.

Betriebsklima: Sorgen Sie für eine

offene Atmosphäre. Je angenehmer das Betriebsklima, desto höher die Hemmschwelle für Straftaten.

Klau am Bau

Langfinger am Bau haben Hochkonjunktur.

Am Bau geht es wieder aufwärts. Das freut die auch Diebe von Baumaschinen und Lastkraftwagen. So viel Auswahl wie zurzeit hatten sie schon lange nicht mehr. Und sie nutzen die Gelegenheit. Nicht nur Kleinteile wie Kompressoren, Mischer, Stromaggregate und Rüttelplatten schleppen sie in Serie davon. Sondern auch Großgeräte wie Bagger, Radlader und Krane verschwinden zuhauf von Baustellen.

Wertsachen-Box

Eine Box für die Aufbewahrung von Wertgegenständen in PKWs und Nutzfahrzeugen hat die Firma Modul-System entwickelt. Diese Security Box wird mit einer Halterung vor dem Beifahrersitz oder im Laderaum eines Fahrzeuges eingebaut. Gefertigt aus ultrahochfestem Stahl und Aluminium, verfügt die Box über ein einbruchsicheres Schloss mit einer Schließvorrichtung mit über 2000 Schlüsselcodes. Auch als Koffer kann die Box mitgenommen werden. Mit einem persönlichen Code und einer Schnellauslösefunktion kann die Security Box aus der Halterung gelöst werden.

Link: www.Modul-System.de

Sicher per Funk

Per Funkverbindung kontrolliert das Eimsig Hausdisplay Türen und Fens-ter. DIe Basisausstattung: fünf Fernsensoren, ein universal einsetzbarer Türen- oder Fenstersensor, eine Alarmsirene, ein Mini-Handsender und eine zentralen Einheit, die Eimsig Hauszentrale. Spielend leicht installiert, funktioniert dieses Funktionskästchen ähnlich wie eine Ampel: Rot, gelb oder grün die Farben zeigen den Zustand sämtlicher Türen und Fenster an. Unternehmer, die viel unterwegs sind, können das System um eine Telefon-Alarm-Weiterschaltung erweitern und sofort Maßnahmen ergreifen.

Link: www.eimsig.de

Neue Schließzylinder

Durch ihr patentiertes Profil bietet die neue Generation von Ikon-Schließzylindern mit Vector-Funktionen effektiven Schutz gegen gängige Einbruchmethoden. Ein parazentrisches Schlüsselprofil unterstützt hierbei den Widerstand gegen ein Aufsperren mit feinen Hilfswerkzeugen. Die Sicherheitsfirma Assa Abloy empfiehlt für Privathaushalte die VdS- anerkannten Ikon-Schließzylinder 1RP04 als Einzelsperrschließung mit Sperr-Rippenprofil oder das wsw-System mit Wendeschlüssel. Beide Systeme sind mit einer Scherungskarte ausgestattet.

Link: www.assaabloy.de

Online-Kontrolle

Kaba exos sky ist eine Erweiterung der herkömmlichen mechanischen Schließanlagen. Das online Zutrittskontrollsystem speichert Daten und Bewegungen und informiert über Vorkommnisse. Innen überwachen Türmanager die Türen über handelsübliche Verschlusskomponenten. Im Außenbereich befindet

sich die verschlüsselt angesteuerte Erfassungseinheit mit optischer und akustischer Signalisation für den berechtigten Anwender. Kaba exos sky kann jederzeit zu einer größe-

ren Systemeinheit aufgerüstet werden - so beispielsweise bei einer Expansion.

Link: www.kaba.de

Detektor am Zaun

CPS ist ein passives Freigelände-

Sicherungs-System, das für Außen-, aber auch für Innenanwendungen geeignet ist. Es wird an bestehende Maschendraht- oder Kunstoff-Zäune aber auch auf oder innerhalb von Mauern und Decken angebracht. Es detektiert Signale, die typischerweise von allen Überwindungsversuchen wie Übersteigen, Durchbrechen, Anheben oder Unterkriechen in der Zaunstruktur erzeugt werden. Das System erkennt Druckwellen in festen Strukturen, die bei Angriffen entstehen. Eine Auswerte-Einheit untersucht die ankommenden Signale und löst Alarm aus.

Link: www.freigelaendesicherung.de

Mehrfach verriegelt

Im Vergleich zu herkömmlichen Schlössern sorgen Mehrfachverriegelungen für größere Sicherheit. Schüco hat eine automatische Mehrfachverriegelung, SafeMatic, entwickelt. Beim Zuziehen des Türriegels wird die Haustür an vier Stellen gleichzeitig verschlossen. Das Abschließen mit dem Schlüssel aktiviert eine fünfte Verriegelung. Während die Tür von Innen normal mit dem Türoffner bedient werden kann, ist ein Hereinkommen von Außen lediglich mit einem passenden Schlüssel möglich. Alternativ öffnet die Tür per Funksteuerung oder durch den Fingerprint-Leser.

Link: www.schüco.de

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So schieben Sie Einbrechern einen Riegel vor!

Bollwerk gegen Bösewichte

Sie wollen Ihren Betrieb besser vor Einbrechern schützen? Fragen Sie einfach die Präventionsberater der Polizei. Kriminalhauptkommissar Jürgen Schöttke zum Beispiel. Als erstes wird er Ihnen etwas über Mechanik erzählen.

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Maschinenklau

Alles weg - von der Bohrmaschine bis zur Fräse

Rein, raus und weg: Werkzeugdiebe haben leichtes Spiel, wenn Türen und Fenster nur für Sekunden Widerstand leisten. Bei Tischlermeister Klaus-Dieter Ring nahmen die Täter 50 Maschinen mit - 30.000 Euro Schaden.

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Diebstahlsicherung

So schützen Sie Ihren Betrieb vor Einbrechern

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Diebe haben neben Privathäusern auch Gewerbehallen und kleine Betriebe im Visier. Mit modernen Überwachungsanlagen sichern Sie Ihr Unternehmen ab. Wie, lesen Sie hier.

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Kampf gegen Energiefresser

Kaum an einer Stelle wird so viel Energie in Gebäuden verschwendet wie bei Fenstern. Neue Werkstoffe schaffen Abhilfe. Zwei Beispiele.

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