Die helfende Hand in der Not.
Foto: mantinov - stock.adobe.com

Panorama

Echt menschlich: Dorfgemeinschaft hilft Zimmerer in Not

Ein Brand sorgte im Februar für einen herben Rückschlag im jungen Unternehmerleben von Manuel Näf. Doch seine Nachbarschaft mindert die Not, wo sie kann.

280 Jahre stand das Bauernhaus in Weisslingen, Schweiz. Zuletzt beherbergte es das Lager der Zimmerei von Jungunternehmer Manuel Näf und ein frisch renoviertes Wohnhaus.

Im Februar 2019 hat ein Feuer das Haus weitestgehend zerstört. Vom Lager der Zimmerei blieb kaum etwas übrig, berichtet das Nachrichtenportal zueriost.ch. Das renovierte Wohnhaus müsse größtenteils zurück- und neu aufgebaut werden.

Feuerschock: „Hätte nie gedacht, dass es mir passiert“

Sein kompletter Betrieb ist in Flammen aufgegangen: Eine Entscheidung, die Handwerksmeister Michael Schöne in der Vergangenheit nicht (!) getroffen hat, rettet ihn heute finanziell.
Artikel lesen >

Für den Chef der Zimmerei und seine vierköpfige Familie ist der Vorfall eine Katastrophe. Aber eine, die die Familie nicht alleine durchstehen muss. Denn der fatale Brand hat die gesamte Gemeinde zu einem beispielhaften Akt der Solidarität bewegt.

Die Gemeinde habe umgehend ein Sammelkonto für Näf und seine Familie eingerichtet. Der lokale Fußballclub und die kommunale Feuerwehr unterstützten die Spendenaktion, haben ihrerseits zum Spenden aufgerufen. Auch konnte der Familie spontan eine Genossenschaftswohnung angeboten werden. „Diese große Solidarität ist sehr schön und freut mich und meine Familie“, sagt Näf dem Nachrichtenportal.

Von ungefähr kommt die Hilfe derweil nicht. Der Firmenchef war selbst über Jahre im Fußballverein aktiv und engagierte sich ehrenamtlich in der Feuerwehr. Die Gemeinde beschreibt ihn als „engagiertes Mitglied der Dorfgemeinschaft“.

In Zeiten, zu denen Handwerker wegen zu lauter Arbeiten mit Waffen bedroht werden, setzen Dörfer wie Weisslingen ein Zeichen für Solidarität und Miteinander, von denen wir gerne häufiger hören.

Kennen Sie beeindruckende Beispiele für gute Nachbarschaft zwischen Handwerk und Bürgern? Kommentieren Sie hier oder schreiben Sie an redaktion@handwerk.com

Auch interessant:

Bußgeld für Teppichmesser? Irre Verbotszone in Sachsen

Mit gefährlichem Werkzeug dürfen Sie Leipzigs neue Waffenverbotszone gar nicht erst betreten. Ausnahmen für Handwerker gibt es – natürlich mit Auflagen.
Artikel lesen >

„Glück ist kein Zufall“

1000 Kilometer voller Freude: Das ist die Glückstour. Mit ihren Rennrädern macht ein Pulk von Schornsteinfegern überall dort halt, wo Menschen krebskranken Kindern helfen.
Artikel lesen >

Böses Erwachen

Osterfeuer zerstört Zimmereigebäude

Für diesen Handwerksbetrieb nahm der beliebte Osterbrauch kein gutes Ende. Schadensbilanz des schweren Brandes durch ein Osterfeuer: 140.000 Euro.

Politik und Gesellschaft

Helfen mit vielen sozialen Bausteinen

Die Tischlerei Biesemann zeigt, wie soziales Engagement in der Region funktioniert. Der 12-Mann-Betrieb engagiert sich im Werkunterricht, bei der Freiwilligen Feuerwehr und sogar für ein Straßenkinderprojekt in Indien.

Goldener Bulli 2018

„Wenn sich was dreht, dann ums Herz“

Am 20. Juni 2018 geht es wieder los: Schornsteinfeger fahren auf ihren Rennrädern 1000 Kilometer in sechs Tagen. Ihr Antrieb: soziales Engagement. Dafür hätten sie fast den Goldenen Bulli 2017 erhalten.

Glückstour-Reportage

„Glück ist kein Zufall“

1000 Kilometer voller Freude: Das ist die Glückstour. Mit ihren Rennrädern macht ein Pulk von Schornsteinfegern überall dort halt, wo Menschen krebskranken Kindern helfen.