Mal richtig was bewegen: Auf dem Bagger-Spielplatz der Firma Dallmann können Schüler auch große Maschinen ausprobieren.
Foto: Hermann Dallmann Straßen- u. Tiefbau GmbH & Co. KG
Mal richtig was bewegen: Auf dem Bagger-Spielplatz der Firma Dallmann können Schüler auch große Maschinen ausprobieren.

Nachwuchssuche

Ein Bagger-Spielplatz als Azubi-Magnet

Wo Schüler Bagger fahren und Drohnen steuern: Mit seinem Bagger-Spielplatz lockt dieser Betrieb Praktikanten – und räumt mit veralteten Vorstellungen auf.

Wie schaffen Betriebe es, Schüler über Handwerksberufe zu informieren? Nachgefragt bei Katrin Börste, zuständig für Personalmarketing bei der Hermann Dallmann Straßen- u. Tiefbau GmbH & Co. KG in Bramsche.

Frau Börste, auf Ihrem Baggerspielplatz dürfen Schüler am Zukunftstag oder bei Schulbesuchen Bagger fahren und Drohnen fliegen lassen. Ist das nicht sehr aufwändig?

Doch, schon. Aber es ist unsere effektivste Maßnahme bei der Nachwuchssuche. Die Schüler können anfassen, zupacken, mitmachen. Das bleibt im Gedächtnis, sie erzählen es weiter, auch zuhause. Oft können wir direkt ein Praktikum vereinbaren.

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Außerdem können wir so alle Berufsgruppen in unserem Unternehmen vorstellen. Das ist uns wichtig, denn viele junge Leute haben veraltete Vorstellungen von den Bauberufen – oder sie kennen sie gar nicht. Das gilt leider auch oft für Eltern oder sogar die Berufsberater. Vielen ist nicht klar, wie der Arbeitsalltag wirklich aussieht oder welche Aufstiegschancen und Möglichkeiten es nach einer Ausbildung gibt.

Wer betreut die Schüler?

Auf dem Baggerspielplatz, aber auch auf Azubi-Messen und in der Schule werden die Schüler von unseren aktuellen Azubis betreut. Sie haben eine eigene Ebene mit ihnen und kennen die Themen, die die Schüler interessieren.

„Wir müssen dahin gehen, wo die jungen Leute sind. Sie kommen nicht mehr zu uns“, sagt Personalmanagerin Katrin Börste.
Foto: privat
„Wir müssen dahin gehen, wo die jungen Leute sind. Sie kommen nicht mehr zu uns“, sagt Personalmanagerin Katrin Börste.

Wie suchen Sie den Kontakt?

Die Auszubildenden kommen nicht mehr zu uns, wir müssen zu ihnen – in die Schulen, die Sportvereine, überall dorthin, wo die jungen Leute sind. Ich kann nur jedem Betrieb raten, zu den Schulen Kontakt aufzunehmen, mal eine Unterrichtsstunde zu gestalten. Wir müssen unsere Berufe erklären und auch die Bedeutung, die sie für die Gesellschaft haben. Wo wären wir ohne Handwerker?

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