Aus diesem Seecontainer wurde ein kleines Null-Energie-Haus.
Foto: Handwerkskammer Freiburg

Panorama

Dieser Seecontainer bringt Forschung und Handwerk zusammen

Das Mammutprojekt Wärmewende braucht den Wissenstransfer zwischen Forschung und Bauhandwerk. Dieses Projekt zeigt, wie das gelingen kann.

Bis 2050 will die Bundesregierung den Primärenergieverbrauch von Gebäuden massiv reduzieren. Damit das gelingt, fördert sie im Forschungsprojekt „EnEff2050Begleit“ den Wissenstransfer zwischen Bauhandwerk und Forschung.

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Wie dieser Transfer gelingt, zeigen nun Auszubildende des SHK-Handwerks gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Offenburg und Forschern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) im Pilotprojekt „SHK4FutureEnergysystems“: Darin haben sie einen Seecontainer zu einem energieautarken Raummodul umgebaut.

Mit Wärmepumpen, kombinierten Solaranlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme sowie einem Energiespeicher lasse sich der Container laut Fraunhofer ISE als Null-Energie-Haus betreiben.

Die Studierenden haben die Anlagen zur Heizung, Lüftung, Kühlung, Trinkwasssererwärmung und Stromerzeugung geplant. Berufsschüler des SHK-Handwerks in Freiburg setzten die Entwürfe anschließend mit den Studenten um. Die nötige Infrastruktur stellte die Handwerkskammer Freiburg bereit.

„Ein wesentliches Ziel des Projekts war es, die Zusammenarbeit und das gemeinsame Verständnis der angehenden Planer der technischen Gebäudeausrüstung TGA und Handwerker aus dem Berufsfeld ‚Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK)‘ zu fördern, damit die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit bei anspruchsvoller SHK-Systemintegration funktioniert“, erklärt Projektinitiator Robert Meyer vom Fraunhofer ISE.

Künftig soll der Container als Anschauungsobjekt und Testlabor für nachhaltige Versorgungssysteme dienen. Die Projektpartner planen nun gemeinsam mit Industrievertretern, Berufsschulen und Handwerkern Nachfolgeaktionen.

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