Der Transporter von Oliver Dröse tauchte wieder auf, aber Werkzeug und Material fehlten.
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Der Transporter von Oliver Dröse tauchte wieder auf, aber Werkzeug und Material fehlten.

Panorama

Einbruch im Betrieb: Diebe nutzen Firmenauto für Transport

Auto, Werkzeug, Material: alles weg. Nach dem Einbruch in seinen Betrieb hat Oliver Dröse einen Gegenstand der Beute sofort zurückbekommen – das Fluchtauto.

Ein aufgeregter Mitarbeiter stürmte morgens auf Dachdeckermeister Oliver Dröse zu und rief aufgeregt: „Das Auto, das Auto.“ Der Grund: Über Nacht war einer der Firmenwagen vom Hof des Handwerksbetriebs im niedersächsischen Essel verschwunden.

Der Unternehmer konnte es kaum glauben und inspizierte zusammen mit dem Gesellen das Betriebsgelände. „Nachts wurde auch in beide Lagerhallen und das Magazin eingebrochen, wo wir Material und Maschinen lagern“, berichtet er. „Alles was nicht niet- und nagelfest ist, wurde mitgenommen.“ Morgens fehlten Werkzeuge, viele Maschinen und Metall – insbesondere Kupfer. Dröse alarmierte die Polizei.

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„Der gestohlene Transporter ist mittlerweile zum Glück wieder aufgetaucht“, sagt er. Ein Mitarbeiter der Stadt hatte den Wagen geparkt entdeckt und den Meister informiert. Die Diebe hatten das Fahrzeug wohl nur zum Transport der Beute benötigt. Vom Rest fehle jede Spur. Der Betriebsinhaber startete daher einen Aufruf bei Facebook und bat um Hinweise. Der Post wurde inzwischen mehr als 500 Mal geteilt. „Das ist wirklich unglaublich“, meint Dröse. Viele Kollegen hätten sich inzwischen bei ihm gemeldet und angeboten, ihm Werkzeug zu leihen. Über diese Solidarität freut sich der Meister besonders.

Dank eines Hinweises von der Stadtverwaltung hat Dröse seinen Transporter mittlerweile wieder zurück.
Foto: Privat
Dank eines Hinweises von der Stadtverwaltung hat Dröse seinen Transporter mittlerweile wieder zurück.

„Privat habe ich noch etwas Werkzeug, sodass wir zum Glück arbeitsfähig sind“, sagt Dröse. Trotzdem ärgert er sich über den Verlust des Werkzeugs. Die Kosten für die Neuanschaffung lägen bei etwa 20.000 Euro. „Das wären alles lösbare Aufgaben, wenn dann die entsprechenden Maschinen lieferbar wären“, so der Unternehmer.

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