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Politik und Gesellschaft

Energieeffizienz: Sanierungsrate zu niedrig

Die Bundesregierung droht, mit ihren Effizienzzielen für den Wärmebedarf in Gebäuden zu scheitern. Zur Kurskorrektur fordert die Deutsche Energieagentur bessere Förderbedingungen.

Eigentlich wollte die Bundesregierung die jährliche Sanierungsrate im Gebäudebestand von einem auf zwei Prozent verdoppeln. Doch die Sanierungsrate bleibt hinter den Zielen zurück, berichtet die Deutsche Energieagentur (Dena).

Aus dem aktuellen Gebäudereport der Dena geht hervor: Zwar legte der Absatz für energieeffiziente Heizungen zwischen 2012 und 2015 um rund zehn Prozent und für Fenster um vier Prozent zu, gleichzeitig aber sank der Absatz von Dämmstoffen. Hier registriert die Energieagentur Einbrüche von elf Prozent.

Die Dena schließt daraus, dass die Sanierungsrate im Gebäudebestand hinter den Zielen zurückbleibt. „Eine Beschleunigung ist bei der Energieeffizienz im Wärmesektor nicht erkennbar“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Laut Einschätzung der Dena wird die Bundesregierung ihr Effizienzziel zum Wärmebedarf im Gebäude um zwei Jahre verfehlen. Zwischen 2008 und 2020, so der Plan, sollte der Wärmebedarf um 20 Prozent sinken.

Sie fordert daher bessere Anreize für Hausbesitzer, in die energetische Sanierung zu investieren. Nötig seien eine Ausweitung der Förderinstrumente und bessere Konditionen.

Treibhausgasreduktion zu gering

Auch bei den Gesamtzielen der Treibhausgasreduktion liegt die Bundesregierung deutlich hinter ihren Zielen: Bis 2020 wollte sie den CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um 40 Prozent reduzieren. Die Deadline liegt nur drei Jahre entfernt. Derzeit beträgt die CO2-Minderung laut Dena 27 Prozent.

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