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Foto: handwerk.com

Existenzgründung

Erfahrung zahlt sich aus

Trotz Strukturkrise und schwacher Auftragslage: Auch im schwer gebeutelten Baugewerbe haben Existenzgründer noch eine Chance. Das beweist die Salzwedeler Brücken- und Ingenieurbau GmbH (SBI) aus Sachsen-Anhalt. Während der Deutschen Gründer- und Unternehmertage in Berlin wurde der Handwerksbetrieb für seine Leistungen als „Gründerchampion 2002“ ausgezeichnet.

Trotz Strukturkrise und schwacher Auftragslage: Auch im schwer gebeutelten Baugewerbe haben Existenzgründer noch eine Chance. Das beweist die Salzwedeler Brücken- und Ingenieurbau GmbH (SBI) aus Sachsen-Anhalt. Während der Deutschen Gründer- und Unternehmertage in Berlin wurde der Handwerksbetrieb für seine Leistungen als Gründerchampion 2002 ausgezeichnet.

Nach zwei Jahren am Markt etabliert

Im April 2000 gegründet, hat sich der Handwerksbetrieb vorrangig mit Brückenbauarbeiten, aber auch mit Bauwerksanierungen, Hoch-, Tief- und Industriebau einen Namen gemacht. Das wurde von der Jury in Berlin honoriert. Der Betrieb habe es geschafft, sich auf dem von Großunternehmen und Industrie dominierten Markt zu etablieren, heißt es in der Begründung. So etwas motiviert uns und unsere Mitarbeiter, sagt Gesellschafter Hans-Joachim Bubke. Dieser Preis bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Erfahrungen und persönliche Referenzen

Der Weg war jedoch sehr holprig, als sich die drei Ingenieure Hans Jürgen Growitz, Hans Joachim Bubke und Jörg Heinrich Siemke vor zwei Jahren zusammenschlossen. Es mangelte der jungen Firma an Referenzen. Dafür konnten wir aber unsere persönlichen Referenzen vorweisen, erklärt Growitz. Sie verfügten über jahrelange Erfahrungen in dieser Branche und entsprechendes Know-how. Trotzdem sei es für sie wichtig gewesen, sich von Anfang an weiterzubilden. Gleiches gelte für ihre Mitarbeiter, deren Zahl sich binnen zweier Jahre von acht auf 28 erhöht hat.

Individuelle Lösungen bringen den Zuschlag

Die Stärke des Betriebes liegt in der Entwicklung effektiver, gut durchdachter Lösungen: Das hat dem Unternehmen schon so manchen Auftrag gebracht. Auch den Zuschlag für ein Großprojekt in Stade verdanken sie diesem Talent: Der Autobahnzubringer zur A26 führt über eine Gleisanlage, berichtet Growitz. Den Auftrag für diese Überführung habe die SBI durch einen Sondervorschlag erhalten: Eine spezielle Montage wird den Zugverkehr an der Baustelle nur für wenige Stunden behindern, erläutert Bubke.

Unser Ziel ist es, mit qualifiziertem Personal handwerklich gute Arbeit zu leisten, sagt Bubke. Dass das der richtige Ansatz ist, zeigt die gute Auftragslage der SBI. Bei einem aktuellen Projekt gilt es für die SBI-Mitarbeiter, eine Spannbetonbrücke über den Fluss Löcknitz bei Lenzen zu führen. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro.

Die SBI GmbH ist vor allem in einem Umkreis von 100 bis 120 Kilometern tätig. Aber wir haben auch schon Aufträge in Hamburg angenommen, sagt Bubke. Sachsen-Anhalt biete für die Firma nur eine schlechte Auftragslage. Dafür seien sie immer wieder an Projekten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Niedersachsen beteiligt.

Weitere Informationen zu diesem Thema

www.sbibau.de

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