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Burn out

Erste Hilfe bei Burn out

Fachwissen und Fingerspitzengefühl helfen, Mitarbeiter vor der inneren Kündigung zu bewahren.

Fachwissen und Fingerspitzengefühl helfen, Mitarbeiter vor der inneren Kündigung zu bewahren.

Tischlergeselle Felix F. ist im Betrieb als fröhlicher und ausgeglichener Mitarbeiter bekannt. Seit einigen Wochen wirkt er jedoch zunehmend müde und desinteressiert. Statt Engagement und Freundlichkeit stehen Niedergeschlagenheit und Zynismus auf der Tagesordnung. Kunden behandelt er nicht mehr so zuvorkommend wie früher und auch seine Pünktlichkeit lässt zu wünschen übrig. Kollegen vermuten, dass die neuen Arbeitsabläufe hinter den Verhaltensänderungen stecken. Was ist zu tun?

Vorgesetzte müssen eingreifen

"Wenn das Burnout-Syndrom im Spiel ist, ist zunächst einmal Verständnis und Toleranz des Vorgesetzten gefragt", erläutert die Geschäftsführerin des Stresszentrums Berlin, Gabriele Bringer. Der Grund: "Da durch die Stresserkrankung die persönliche Leistungsfähigkeit bereits in Mitleidenschaft gezogen ist, greift die naheliegende Aufforderung, sich zusammen zu reißen schlichtweg ins Leere." Rückendeckung bekommt die Stressexpertin dabei von Andrea Fritzsche, Referentin für Gesundheitsförderung bei der IKK Niedersachsen: "Durch Arbeit, Haushalt und vieles andere verbraucht unser Körper ständig Energie. Es ist sehr wichtig, dass diese Energie durch Erfolge, Geborgenheit, Freude oder Spaß wieder zurückfließen kann."

Maßnahmen zur Stressreduzierung

Um betroffene Mitarbeiter nicht in die innere Kündigung zu treiben, empfiehlt Gabriele Bringer Vorgesetzten daher das folgende Vorgehen:

Gehen Sie den Verhaltensänderungen durch ein ruhiges und unaufgeregtes Mitarbeitergespräch auf den Grund.

Erkennen Sie an, dass für einen Übergangszeitraum nicht die volle Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters vorhanden ist.

Überlegen Sie, wie die Arbeit des Betroffenen zwischenzeitlich umgestaltet werden kann.

Sollten Sie dem Mitarbeiter eine neue Aufgabe zuweisen, vermeiden Sie unbedingt, dies als Degradierung zu kommunizieren. Unterstreichen Sie im Gespräch den Übergangscharakter der Maßnahme.

Kommen Sie Mitarbeitern mit Burnout-Symptomen bei den Urlaubswünschen entgegen.

Schaffen Sie motivierende Erfolgserlebnisse.

Überlegen Sie, wie Sie die Arbeit künfig optimaler organisieren oder den Betroffenen bei der Bewältigung seiner Aufgaben passgenauer unterstützen.

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Burn out

Ausgebrannt am ArbeitsplatzAusgebrannt am Arbeitsplatz

Fühlen Sie sich selbst am Wochenende gehetzt? Atmen Sie erleichtert auf, sobald Sie am Abend die Firma verlassen? Sind Krankheiten aufgetaucht, die Sie vorher nicht hatten? Falls ja, könnten dies erste Anzeichen für ein "Burn-out"-Syndrom sein.

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Burn out

Expertentipp: "Bereitschaft zur Leistung erhalten"

Stress macht krank – auch im Handwerk. Das Stresshormon Adrenalin schlägt Kerben in die Blutgefäße, fördert Herzinfarkt und Schlaganfall.

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Verantwortung

Mitarbeitersorgen sind Chefsache

Ein Mitarbeiter wirkt bedrückt und bringt schlechtere Leistungen? Zeit für ein Gespräch unter vier Augen. So kommen Sie zu einem guten Ergebnis - für beide Seiten.

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Personalführung

Gewinn für beide Seiten: 6 Tipps für erfolgreiche Mitarbeitergespräche

Ein Gespräch unter vier Augen, einmal pro Jahr, zwischen Mitarbeiter und Chef – was soll das bringen? Motiviertere, passgenau qualifizierte Teamspieler. Und eine handfeste Entlastung im Betriebsalltag.

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