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4 Tipps für die Mitarbeitersuche

Erziehen Sie sich das Jobcenter!

Auf Arbeitsagenturen sind viele Handwerker nicht gut zu sprechen. Ihre Erfahrung: kein Personal, wenn man es braucht, oder garantiert die falschen Leute. Es geht auch anders: So bringen Sie Ihren Arbeitsvermittler auf Firmenkurs!

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Und es gibt sie doch: Handwerksmeister, die zufrieden sind mit der Arbeitsagentur. Stefan Pieperjohanns zum Beispiel, Chef der Bau- und Möbeltischlerei Günther Harde.

Das war allerdings nicht von Anfang an so: "Wir haben auch schon negative Erfahrungen gemacht, gerade in der Anfangszeit." Aber damit hat sich der Tischlermeister nicht zufriedengegeben. "Ich hab mir damals gesagt, das muss auch anders gehen."

Also hat sich der Unternehmer mit dem für ihn zuständigen Mitarbeiter des Jobcenters getroffen und ihm geschildert, was er für Leute braucht. Danach habe sich der Vermittlungserfolg sofort verbessert. Pieperjohanns Rat an Kollegen: Suchen Sie gezielt das Gespräch mit der Behörde.

Hier die wichtigsten Tipps für die optimale Zusammenarbeit mit dem Jobcenter:

1. Stellen Sie sich auf die Situation im Jobcenter ein - und nutzen Sie sie für Ihre Zwecke!
In den Jobcentern herrscht ziemlicher Stress: Arbeitssuchende, Arbeitgeber und Vorgesetzte laden bei den Vermittlern eine Menge Frust und Druck ab.

Wenn Sie also engagiert und kooperativ auftreten und dem Vermittler bessere Vermittlungserfolge in Aussicht stellen, kann sich eine fruchtbare Zusammenarbeit ergeben. Denken Sie daran: Die Vermittler brauchen Erfolge, aber sie brauchen wie jeder Mensch auch Wertschätzung.

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2. Erstellen SIe ein Anforderungsprofil

Geben Sie dem Vermittler etwas an die Hand, mit dem er arbeiten kann: ein übersichtliches Anforderungsprofil.
Schreiben Sie genau auf, welche fachlichen Qualifikationen Sie von dem neuen Mitarbeiter erwarten, welches Sozialverhalten und welche übergreifenden Qualifikationen wie Organisationstalent und kommunikative Fähigkeiten. Machen Sie es ruhig tabellarisch ...

Vorgaben:sehr wichtigwichtigweniger wichtigFachliche QualifikationenAusbildung als...............XBerufserfahrungmind. 3 JahreXBranchenkenntnisseim KundendienstXCNC-Kenntnisse X...PersönlichkeitsmerkmaleTeamfähigkeitXFlexibilitätXSelbstständigkeitXZuverlässigkeit X...


Der Aufwand lohnt sich: Schließlich nimmt Ihnen der Jobvermittler die Vorauswahl ab, und die kostet viel mehr Zeit!

Nächste Seite: Darum lohnen sich schnelle Rückmeldungen!


3. Rückmeldung geben

Wenn das Jobcenter einen Arbeitssuchenden zu Ihnen geschickt hat: Geben Sie schnell Rückmeldung! Wenn es ein Treffer war, freut sich der Vermittler und wird sich weiter bemühen. Wenn der Kandidat nicht passte, dann erklären Sie kurz, voran es lag. Nur so können Sie das Gespür des Vermittlers für Ihre Anforderungen schärfen.

4. Kooperieren
Auch Jobcenter sind zu kreativen Lösungen fähig. Stefan Pieperjohanns suchte im Frühjahr 2011 neue Mitarbeiter für seinen auf den Bau und die Montage von Fenster und Türen spezialisierten Betrieb. Gemeinsam mit dem Jobcenter Wesermarsch und einem Bildungsträger brachte er eine zwölfwöchige Schulungsmaßnahme auf den Weg. 14 Langzeitarbeitslose aus der Beschäftigungsinitiative 50+ erhielten einen Crashkurs in Sachen Bau und Montage von Türen und Fenstern. Nach sechs Wochen Theorie blieben noch sieben Kandidaten übrig. Nach einem sechswöchigen Praktikum wurden hat der Betrieb vier Kandidaten schließlich übernommen.

Weitere Infos zum Thema:


(ha / jw)


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