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Fortbildungsangebote

Experten weisen den Weg in die Fremde

"Entdecke die Möglichkeiten“: Bei so vielen Fortbildungsangeboten sollte man sich bei der Auswahl des passenden Programms helfen lassen.

"Entdecke die Möglichkeiten: Bei so vielen Fortbildungsangeboten sollte man sich bei der Auswahl des passenden Programms helfen lassen.

Vom "Japanjahr für junge Handwerker bis zum Venedig-Stipendium für Restauratoren: Das Angebot von Auslandsfortbildungen ist so groß, dass es nicht ganz einfach ist, das jeweils Passende herauszufinden. "Allein für die Mobilität junger Berufstätiger gibt es mehr als 150 unterschiedliche Programme, sagt Dr. Thomas Felleckner, zuständig für EU-Auslandsprogramme bei der Handwerkskammer Lüneburg-Stade. Er rät daher jedem Interessenten, sich an die für ihn zuständige Handwerkskammer zu wenden. "Die Mitarbeiter der Weiterbildungsabteilungen haben den Überblick und wissen entsprechend zu beraten. So könne man sicher sein, nicht aus Versehen einem unseriösen Anbieter aufzusitzen. In Sachsen-Anhalt bietet zudem das zur Handwerkskammer gehörende Euro Info Centre Beratung rund um das Thema Auslandsaufenthalt an.

Die Handwerkskammern vermitteln Gesellen und Meister auch an das Programm Sesam, das Handwerker mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung für acht Monate in die Länder der EU sowie in die baltischen Staaten, nach Polen, in die Slowakei und nach Ungarn vermittelt. Sesam-Teilnehmer werden mit insgesamt 5000 Euro gefördert, für einen Sprachkurs stehen pro Teilnehmer weitere 500 Euro zur Verfügung. Im offiziellen Sprachgebrauch vermittelt Sesam ein Praktikum in einem Auslandsbetrieb. Aufgrund des hohen Ausbildungsstandes in Deutschland werden die Teilnehmer in der Praxis als vollwertige Mitarbeiter behandelt, versichern die Organisatoren.

Wo sich die Nachfrage besonders lohnt

Weiterbildungsangebote im Ausland bieten auch einige Innungs- und Fachverbände: Auch hier lohnt sich die Nachfrage. So hat etwa der Bildungsverbund Haustechnik Sachsen-Anhalt für Firmeninhaber, die als Ausbilder tätig sind, einen Austausch in Irland im Angebot.

Eine wichtige Adresse für alle, die im Ausland arbeiten wollen, ist die InWent gGmbH, zu der die frühere Carl Duisberg-Gesellschaft mit der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung fusioniert ist. Im Auftrag von Bund, Ländern und der Wirtschaft bietet sie nicht nur eigene Programme, sondern informiert und berät generell über Auslandsfortbildungen. Im kommenden Jahr werden allerdings einige der InWent-Fortbildungsangebote wegfallen das Bundesbildungsministerium hat die Mittel gekürzt. Nach Angaben von InWent werden davon voraussichtlich gerade solche Programme betroffen sein, die dem Handwerk offen stehen.

Auf die Beratung kleiner und mittlerer Betriebe hat sich die Niedersächsische Agentur für Arbeit und Ausbildung im Ausland der InWent gGmbH spezialisiert. Sie bietet Hilfe bei allen Fragen rund um den Auslandsaufenthalt von der Auswahl des passenden Förderprogramms bis hin zur Vermittlung von Partnerbetrieben.

Arbeitsstellen im Ausland vermittelt auch die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesanstalt für Arbeit: Hier bietet eine Fachabteilung Service rund um den Auslandseinsatz in aller Welt. Wer in Europa bleiben möchte, kann sich in 52 deutschen Städten direkt an die Eures-Berater des Arbeitsamtes wenden.

Wer seinen beruflichen Horizont erweitern und dabei Entwicklungshilfe leisten will, findet in der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe einen Ansprechpartner. Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie zwei Jahre Berufserfahrung vorzuweisen hat, kann für die Entwicklungshilfe tätig werden. Handwerker haben hier gute Chancen. In der Entwicklungshilfe stehen allerdings eher humanitäre Ziele im Vordergrund.

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