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Flexible Lager für Betriebe: Ist das sinnvoll?

Zwei Investoren haben sich das Ziel gesetzt, die Lagerprobleme kleiner Betriebe zu lösen. Ihr Angebot: flexible Lagerboxen zum Mieten. Eine gute Idee oder völlig unnütz, was meinen Sie?

Das kleine Grundstück liegt mitten im Gewerbegebiet. Produziert wird dort aber nichts, nur gelagert. Im nordrhein-westfälischen Neuss ist ein sogenanntes „Flexi-Lager“ entstanden. Zwei Investoren haben 900.000 Euro in das Projekt gesteckt, wie die Westdeutsche Zeitung berichtet. Ihr Ziel: verkehrsgünstig gelegenen Lagerraum an Handwerksbetriebe vermieten – in verschiedenen Größen und mit flexiblen Mietverträgen.

Die kleinste Lagereinheit ist nach Angaben des Betreibers 40 Quadratmeter groß. Durch flexibel versetzbare Zwischenwände könnten aber zusammenhängende Lagereinheiten von bis zu 400 Quadratmetern geschaffen werden, heißt es auf der Website.

Die erste Lagerbox soll schon vor der Fertigstellung der 38 Lagereinheiten vermietet worden sein. Makler Karl-Josef Matheisen wertet das als Indiz dafür, „dass in diesem Markt noch viel Luft nach oben ist“, wie er der Westdeutschen Zeitung verriet. Seiner Erfahrung nach greifen kleine Firmen manchmal auf ungeeignete Flächen zurück, um ihr Lagerproblem zu lösen. Und dann seien sie dort, wo sie eigentlich nicht hingehören – zum Beispiel auf Bauerhöfen.

Was ist Ihre Meinung zum „Flexi-Lager“: Ist das eine Hilfe für das Handwerk? Oder haben kleine Betriebe gar keine Lagerprobleme? Schreiben Sie uns an redaktion@handwerk.com oder kommentieren Sie hier!

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