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Elster

Flinker Vogel wird flügge

Die gute Nachricht: Die elektronische Steuererklärung – in Kurzform ELSTER – ist schnell und spart Unternehmen eine Menge Papierkram. Allerdings: Seit 2005 ist sie bei der Lohn- sowie Umsatzsteuer-Voranmeldung Pflicht – lediglich in der Übergangszeit sind Ausnahmen erlaubt.

Die gute Nachricht: Die elektronische Steuererklärung in Kurzform ELSTER ist schnell und spart Unternehmen eine Menge Papierkram. Allerdings: Seit 2005 ist sie bei der Lohn- sowie Umsatzsteuer-Voranmeldung Pflicht lediglich in der Übergangszeit sind Ausnahmen erlaubt.

Während es dem Arbeitnehmer weiterhin selbst überlassen bleibt, ob er ELSTER nutzt, müssen sich Unternehmer und Freiberufler darauf einstellen, seit Beginn des Jahres 2005 daran teilzunehmen. Diese Pflicht zur elektronischen Übermittlung gilt bei Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteuer-Anmeldungen für Anmeldungszeiträume, die nach dem 31. Dezember 2004 enden. Hier ist der Steuerzahler verantwortlich, jeweils bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums seine Daten auf elektronischem Wege an die Finanzverwaltung zu übermitteln.

Diese Regelung greift ebenso beim ELSTER-Verfahren der Lohnsteuerbescheinigung und der Lohnsteuer-Anmeldung, die seit 1. Januar 2005 für die Anmeldungszeiträume ab Januar 2005 hinsichtlich der Lohnsteuer-Anmeldung ebenfalls elektronisch dem Finanzamt zu übermitteln sind. Hat der Arbeitgeber das Lohnkonto des Arbeitnehmers am Ende des Kalenderjahres 2004 abgeschlossen, muss er spätestens bis zum 28. Februar 2005 die Lohnsteuerbescheinigungsdaten elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Wer ELSTER nutzen will, muss lediglich einmalig eine Teilnahmeerklärung beim Finanzamt abgeben. Die Teilnahmeerklärung und genauere Informationen findet man unter Steuerdatenübermittlungs-Verordnung im Internet und selbstverständlich in den Produkten von Haufe.

Von ELSTER befreien

Eine Schonfrist soll bei der neuen ELSTER-Pflicht lediglich denjenigen Unternehmen eingeräumt werden, die noch nicht über eine ausreichende Firmen-IT verfügen, also Arbeitgeber "ohne maschinelle Lohnabrechnung", wie es im Bürokratendeutsch heißt. Deshalb gilt: Anmeldungen, die bis 31. März 2005 in herkömmlicher Form auf Papier ankommen, beanstandet der Fiskus nicht. Ein schriftlicher Antrag und eine förmliche Zustimmung des Finanzamtes sind für diesen Anmeldezeitraum nicht erforderlich. Weitere Ausnahmen sieht der Gesetzgeber jedoch ausdrücklich nicht vor.

Ausschließlich wer ohne Computer in seinem Betrieb arbeitet, wird sich und auch das gilt es unbedingt zu beachten nur auf Antrag darüber hinaus von der Pflicht zur elektronischen Übermittlung eventuell befreien können. Im Amtsdeutsch heißt dies "Vermeidung unbilliger Härten". Zum jetzigen Zeitpunkt steht aber bereits fest, dass auch diese "Gnadenfrist" einmal endet, und zwar am 1. Januar 2006. Der Umstieg auf den elektronischen Datenversand ist aber für die Nutzer der Haufe-Produkte problemlos zu bewerkstelligen und spart dem Unternehmer viel Zeit und überflüssigen Papierkrieg mit den Behörden, so dass er schon aus eigenem Interesse so schnell wie möglich auf ELSTER wechseln sollte.

Digitale Signatur

Wem die elektronische Steuerdatenübermittlung zusagt, ist zudem bereits jetzt in der Lage, den Zeit sparenden Datenaustausch mit dem Fiskus auszubauen. So ist es möglich, auch Rechnungen elektronisch zu verschicken. Das Bundesfinanzministerium stellte dazu allerdings ausdrücklich klar, dass elektronische Rechnungen eine so genannte qualifizierte digitale Signatur benötigen. Ansonsten berechtigen sie nicht mehr zum Vorsteuerabzug. Diese Signatur ist für alle Rechnungen erforderlich, die per E-Mail oder Computerfax versandt oder empfangen werden. Die zu versendenden Rechnungen können von speziellen Anbietern mit einer digitalen Signatur versehen werden.

Problematisch: Nur erst wenige Anbieter digitaler Signaturen sind von den Finanzbehörden zertifiziert worden. Grundsätzlich brauchen Anwender von ELSTER eine Software. Die Finanzbehörde stellt eine solche zur Verfügung, jedoch handelt es sich dabei um eine sehr einfache Alternative, die kaum Eingabehilfen oder Unterstützung beinhaltet. In den Produkten von Haufe ist deshalb ein ELSTER-Softwaretool integriert, welches den Nutzer direkt mit inhaltlicher Hilfe unterstützt. Der Nutzer profitiert so von der maximalen Zeitersparnis durch die elektronische Steuererklärung. Eine ELSTER-fähige Buchhaltungs- und Lohnsoftware, wie z.B. der Lexware buchhalter oder Lexware lohn+gehalt ermöglicht zudem eine direkte Übernahme und Übermittlung der individuellen Daten.

Informationen und Lösungen zu ELSTER finden Sie unter:

www.haufe.de/elster

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Elster

Vogelschutz beim Fiskus

Die Finanzverwaltung hat die Sicherheitslücke in der elektronischen Steuererklärung, Elster, gestopft. Betriebe können sich jetzt authentifizieren, bevor sie den virtuellen Vogel mit Daten füttern.

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Elektronische Steuererklärung

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