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Foto: Privat
Hermann Schenk findet, dass Frauen Teams bereichern und manchmal eher anpacken, als ihre männliche Kollegen.

Gemischte Teams

„Frauen verbessern das Betriebsklima“

Vorurteile gegenüber Frauen sind überholt, findet Meister Hermann Schenk. Er schätzt Frauen im Team – aus mehreren Gründen.

Drei Fragen an Hermann Schenk (56), Inhaber der Wilhein Stahl- und Metallbau GmbH in Wolfsburg mit elf Mitarbeitern. Er hat schon Frauen zu Metallbauerinnen ausgebildet und schildert die Vorteile von Frauen im Team.

Herr Schenk, gibt es aus Ihrer Sicht Vorurteile gegen Frauen im Handwerk, die veraltet sind?

Hermann Schenk: Absolut: Bei uns im Metallbauhandwerk hält sich das Vorurteil hartnäckig, dass die Arbeit für Frauen körperlich zu anstrengend ist. Wenn es wirklich mal schwerer wird, haben wir Hilfsmittel, die das Tragen erleichtern. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Frauen manchmal mehr anpacken als ihre männlichen Kollegen und sich mehr trauen.

Und das Argument mit den Umkleiden und Toiletten für Frauen ist in einigen Betrieben sicher nicht mehr tragbar. Dafür kann jeder eine Lösung finden, wenn er will.

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Was schätzen Sie an Teams, in denen Frauen und Männer arbeiten?

Schenk: Im Handwerk geht es ja vom Ton her oft ein bisschen rauer zu - auch wenn es nicht böse gemeint ist. Wenn Frauen im Team sind, wird der Umgangston sanfter. Selbst die Altgesellen nehmen sich dann ein Stück zurück. Ich denke, dass alle hier im Team das Arbeitsklima und die Zusammenarbeit als angenehm empfinden. 

Was tun Sie dafür, dass Frauen die Eingliederung in das Team gelingt?

Schenk: Eigentlich nichts Besonderes. Wichtig ist, dass beispielsweise vor dem Ausbildungsstart ein Praktikum stattfindet. Dort schauen wir nicht nur, ob es fachlich passt, sondern legen auch großen Wert auf die menschliche Ebene. Ein gutes Klima im Betrieb ist für alle wichtig und erleichtert das Ankommen für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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