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Transporterneuheiten

Frischer Wind im Fuhrpark

Geringerer Verbrauch, mehr Sicherheit und mehr Komfort – die Nutzfahrzeughersteller locken mit vielen Vorteilen potenzielle Kunden in die Autohäuser.

 - Mitte April präsentiert VW den neuen Bulli. Auf der Messe gab es eine Designstudie zu sehen, die bereits Elemente des neuen Modells getragen hat.
Mitte April präsentiert VW den neuen Bulli. Auf der Messe gab es eine Designstudie zu sehen, die bereits Elemente des neuen Modells getragen hat.
Hersteller

Volkswagen
Mit einem Trommelwirbel zieht Volkswagen Mitte April in Amsterdam das Tuch vom nagelneuen Bulli. Einen Ausblick auf das neue Modell hatten die Hannoveraner bereits im Herbst vergangenen Jahres auf der IAA Nutzfahrzeugmesse gegeben. Damals hatten sie ein in auffälligem Gelb gehaltenen Transporter mit Pritsche gezeigt, der nach Aussage der Nutzfahrzeugspezialisten schon viele Serienteile des neuen Bullis enthalten hat.

Der Bulli feierte erst Anfang März im Werk in Stöcken ein ganz besonderes Jubiläum: Nämlich 65. Geburtstag. Wurde er zunächst im Stammwerk in Wolfsburg gebaut, läuft der beliebte Transporter seit 1956 in Hannovers Norden vom Band.

Auf dem Automobilsalon in Genf zeigte VW indes schon die neue Generation des Caddy. Neue Fahrassistenzsysteme sollen den kompakten Transporter sicherer machen. EU6-Motoren sollen gleichzeitig für verringerten Schadstoff-Ausstoß und weniger Verbrauch sorgen.

 - Fiat setzt auf Natural Power und viel Zubehör.
Fiat setzt auf Natural Power und viel Zubehör.
Hersteller

Fiat
In gleicher Größenordnung ist Fiat mit dem neuen Doblò unterwegs. Seine Weltpremiere erlebte der kompakte Lieferwagen ebenfalls im Herbst auf der IAA Nutzfahrzeugmesse in Hannover. Kürzlich waren wir, wie berichtet, mit dem Serienmodell unterwegs, das bereits bei den Händlern verfügbar ist.

Erweitert haben die Italiener die Motorpalette des Ducato um die Natural Power Variante. Dessen Turbomotor läuft im Normalbetrieb mit Erdgas. Dabei erfüllt der Dreiliter-Vierzylinder die Abgasnorm Euro 6.

Punkten möchte Fiat bei seinen Kunden zudem mit maßgeschneiderten Branchenlösungen. Dafür haben die Italiener ihr Angebot an Branchenmodellen auf Basis des neuen Doblò Cargo, des Scudo und des Ducato weiter optimiert. Für Handwerker und Dienstleister stehen werksseitig unter dem Begriff „Modulare Ausbauten“ innovative Umbaulösungen zur Verfügung. Die können nach Herstellerangaben variabel auf die jeweiligen Einsatzbereiche angepasst werden.

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Frisches aus Frankreich
 - Der neue Berlingo von Citroën.
Der neue Berlingo von Citroën.
Hersteller

Citroën
Bei Citroën steht mit dem neuen Berlingo ein echter Allrounder in den Startlöchern. Angeboten wird der kompakte Franzose sowohl als reines Nutzfahrzeug als auch als variabler Hochdachkombi, der bei Bedarf reichlich Ladung mit auf den Weg zum Kunden nehmen kann. Den Berlingo als Nutzfahrzeug gibt es in zwei Längen: L1 (bis 3,7 Meter) und L2 (bis 4,1 Meter). Entscheidet man sich als Kunde für die lange Version, finden im Laderaum des kompakten Transporters zwei Europaletten Platz. Insgesamt verfügt der neue Berlingo dann über ein maximales Ladevolumen von 4,1 m³.

Zugang zum Laderaum ermöglichen zwei Schiebetüren in den Fahrzeugseiten sowie zwei asymmetrisch geteilte Hecktüren, die sich um 180° öffnen lassen.

Auch motorseitig haben die Franzosen ihren Allrounder renoviert und versprechen geringere Verbrauchswerte und weniger Schadstoffausstoß. Ergänzt wird das Angebot durch eine rein elektrisch betriebene Variante. Der Citroën Berlingo Electric soll eine Reichweite von 170 Kilometern haben.

 - Mehr als nur ein Farbtupfer: Der neue Renault Trafic.
Mehr als nur ein Farbtupfer: Der neue Renault Trafic.
Hersteller

Renault
Während sich Renaults Großer, der Movano, bereits über eine doppelte Auszeichnung in Sachen Zuverlässigkeit im Gebrauchtwagenreport der Dekra freuen kann, ist der Trafic dafür fast noch zu frisch. Der feierte im vergangenen Jahr seine Weltpremiere und ist inzwischen eine feste Größe. Dafür haben ihm seine Entwickler auch viele gute Eigenschaften mit auf den Weg gegeben. So schafft der neue Trafic rund 300 Liter mehr Ladevolumen weg als sein Vorgänger. Zudem senken die vier neuen 1,6-Liter-Turbodieselmotoren zusammen mit den auf 40.000 Kilometer erweiterten Wartungsintervallen die Betriebskosten. Lieferbar ist der Trafic in zwei Radständen von 3,1 und 3,5 Metern sowie in zwei Längen. Neu in diesem Frühjahr ist die Hochdachvariante, die für noch mehr Variantenreichtum sorgt.

Weiter geht es mit Mercedes und Opel auf der Seite 3.

Mercedes Vito mit Allrad
 - Nicht nur im Winter, sondern auch auf nicht befestigten Baustellen souverän am Start: Der Vito von Mercedes mit Allrad-Antrieb.
Nicht nur im Winter, sondern auch auf nicht befestigten Baustellen souverän am Start: Der Vito von Mercedes mit Allrad-Antrieb.
Hersteller

Mercedes
Auf Elektromotoren setzt auch Mercedes bei seinem Konzeptfahrzeug V-ision e. Das haben die Stuttgarter auf dem Automobilsalon in Genf präsentiert, um das Entwicklungspotenzial der V-Klasse unter Beweis zu stellen. Für Vortrieb sorgt hier Plug-In Hybrid Technik, also die Kombination von Benzin- und Elektromotor. So wollen die Konstrukteure den Normverbrauch unter drei Liter gedrückt haben.

Weit weniger abgehoben und vor allem bereits real orderbar, präsentiert sich dagegen der neue Vito mit Allradantrieb. Mit der 4x4-Variante rundet Mercedes die Markteinführung des sogenannten Midsize-Vans ab. Im Markt ist er der einzige, der sowohl mit Front-, Heck- und jetzt eben auch mit Allrad-Antrieb verfügbar ist, verkünden die Schwaben nicht ohne Stolz. Kombiniert haben die Entwickler den Allrad-Antrieb zunächst mit dem stärksten für den Vito lieferbaren Motor. Der verfügt über 2,15 Liter Hubraum, leistet 190 PS und wuchtet ein maximales Drehmoment von 440 Nm auf die Welle. Weitere Varianten mit 136 und 163 PS sollen in den kommenden Monaten folgen.

Zu haben ist der neue Allradler als Kastenwagen, Mixto und Tourer, in den Karosserievarianten kompakt, lang und extra-lang.

 - Mit dem Combi-Modell ist die Vivaro-Flotte von Opel komplett.
Mit dem Combi-Modell ist die Vivaro-Flotte von Opel komplett.
Hersteller

Opel
Opel ist mit dem neuen Vivaro inzwischen gut unterwegs. Nachdem die Rüsselsheimer im Herbst die Vivaro-Flotte mit dem Combi komplettiert haben, stehen nun neben dem Combi auch der klassische Kastenwagen, die Doppelkabine und der Bus zur Auswahl. Ausgestattet ist der Vivaro in seiner jüngsten Variante mit einer zweiten und dritten herausnehmbaren Sitzbank mit jeweils drei Plätzen.

Für Vortrieb sorgen zwei komplett neu entwickelte Turbodiesel in vier Leistungsstufen. Das Angebot reicht vom 1.6 CDTI mit 90 PS bis zum 1.6 BiTurbo CDTI-Aggregat mit sequenzieller Aufladung und Twin-Cooler-System mit 140 PS. Den Kraftstoffverbrauch geben die Rüsselsheimer im Vivaro Combi mit 120 PS starkem BiTurbo-Antrieb mit 5,7 Liter pro 100 Kilometer an, was einem CO2-Ausstoß von 149 Gramm pro Kilometer entspricht.

Was Nissan und Ford im Angebot haben, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Mit Nissan durchs Gelände
 - Dank Allrad-Umbau auch abseits befestigter Wege zu Hause: Der Nissan NV400.
Dank Allrad-Umbau auch abseits befestigter Wege zu Hause: Der Nissan NV400.
Hersteller

Nissan
Allrad ist auch ein Thema bei Nissan. Und zwar beim größten Transporter der Japaner, dem NV400. Der kann seit 2014 auch mit einem Umbau zum Allradfahrzeug durch den Offroad-Spezialisten Oberaigner Automotive geordert werden. So ausgerüstet, verfügt der Transporter über ein zuschaltbares Allradsystem samt Untersetzungsstufe. Gewichtsmäßig schlägt das mit etwa 150 Kilo zu Buche und nimmt dem Transporter also nicht viel von seiner Ladefähigkeit. In die Höhe wächst der Nissan durch den Umbau um etwa 65 mm an Vorder- und Hinterachse. Dank der vier angetriebenen Räder, verlieren schlammige und damit rutschige Untergründe auf Baustellen ihren Schrecken. Kostenpunkt für den Umbau: Laut Nissan 10.990 Euro (zzgl. MwSt.).

 - Für jeden das Passende: Ford hat die Transit-Palette komplettiert.
Für jeden das Passende: Ford hat die Transit-Palette komplettiert.
Hersteller

Ford
Ford hat in den vergangenen Monaten seine gesamte Flotte erneuert. Erstmals komplett war die Transit-Familie im Herbst auf der IAA zu sehen. Der Kunde hat nun die Wahl aus mehr als 450 Modell-Varianten. Zu haben ist der Transit unter anderem als wahrer Lieferwagenzwerg Transit Courier, als Kompaktlieferwagen Transit Connect, als Transit Custom und schließlich schlicht als Transit, dem größten aller Modelle. Das wiederum ist in diversen Varianten orderbar, wie zum Beispiel als Kastenwagen, als Doppelkabine, nur als Fahrwerk oder als extra-lange Version.

Den Schlussakkord setzen Hyundai, Iveco und Peugeot. Wie der klingt, lesen Sie auf der letzten Seite.

Der Schlussakkord aus Europa und Fernost
 - Jetzt auch mit Automatik: Der New Daily von Iveco.
Jetzt auch mit Automatik: Der New Daily von Iveco.
Hersteller

Iveco
Iveco rüstet sein Transportermodell Daily mit einem Hi-Matic genannten Acht-Gang-Wandler-Automatikgetriebe aus. Neben einem höheren Fahrkomfort soll das vor allem für geringere Verbrauchswerte sorgen. Dafür sollen die acht Gänge sorgen. Denn durch die große Getriebespreizung arbeite der Motor stets im günstigen Bereich, versprechen die Italiener. Weiteres Bonbon: Das Wandler-Getriebe arbeitet verschleißfrei und soll damit nach Werksangaben die Kosten für Wartung und Reparatur um zehn Prozent senken.



 - Hyundai will mit dem H350 in der 3,5-Tonnen-Klasse mitspielen.
Hyundai will mit dem H350 in der 3,5-Tonnen-Klasse mitspielen.
Hamacher

Hyundai
Im Pkw-Segment fasst Hyundai in Deutschland immer weiter Fuß. Jetzt wollen die Koreaner auch bei den Transportern ein Wörtchen mitreden und stellen dem bekannten Kleintransporter H1 den H350 an die Seite. Der feierte auf der IAA Nutzfahrzeugmesse im Herbst in Hannover seine Weltpremiere und wartet derzeit auf seine Markteinführung. Wann die sein wird, ist nach wie vor offen. Vom Band rollen wird der Transporter der 3,5-Tonnen-Klasse in der Türkei. Was auf der Messe zu sehen war, wusste auch den europäisch geprägten Nutzfahrzeugfachleuten durchaus zu gefallen. Fährt Hyundai im Transportersegment eine ähnliche Strategie wie bei den Pkw, dürfte der H350 auch den Sparfüchsen in der Zielgruppe gefallen. Denn im Pkw-Bereich setzen die Koreaner auf niedrige Preise, kombiniert mit umfangreicher Serienausstattung.

 - Variantenreich: Der neue Partner von Peugeot.
Variantenreich: Der neue Partner von Peugeot.
Hersteller

Peugeot
Peugeot hat den Partner überarbeitet. Ausgerüstet mit dem neuen Markengesicht ist der Kastenwagen in zwei Längen lieferbar. Außerdem bietet die Löwenmarke ihren kompakten Transporter in zwei Ausstattungsniveaus sowie als Plattform-Fahrgestell oder Doppelkabine. Für Komfort sorgen bei der Plus-Variante unter anderem ein MP3-fähiges Radio, ein höhenverstellbarer Fahrersitz sowie die Multiflex-Doppelbeifahrer-Sitzbank. Lieferbar ist der Kastenwagen als Benziner und als Diesel. Die Verbrauchswerte liegen laut Hersteller bei 7,1 beziehungsweise 4,5 Litern.

Parallel zum Lieferwagen ist auch die bei Familien und Gewerbetreibenden gleichermaßen beliebte Tepee-Version startklar. Neben dem optischen Facelift, hat sich unter der Haube des Transporters einiges getan: Die große Auswahl an Euro-6-konformen Benzin- und BlueHDi-Motoren der neuesten Generation sorgt im Durchschnitt für 15 Prozent niedrigere Verbrauchs- und Emissionswerte gegenüber den Vorgängermotoren. Weitere Highlights auf der technischen Seite sind die Rückfahrkamera mit großem Farbdisplay und eine Audioanlage mit Sieben-Zoll-Touchscreen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB- und AUX-Eingang, Mirror-Link-Funktion zum sicheren Bedienen eines kompatiblen Smartphones über den Bord-Touchscreen sowie optionalem DAB-Digitalradio mit Musikwiedergabe in MP3-Qualität und Aufnahmefunktion.

(ha)

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