Schon auf den ersten Blick fällt das deutlich überarbeitete Karosserie-Design auf.
Foto: Christian Frederik Merten

Pick-up-Urgestein

Frischzellenkur für den Mitsubishi L200

Der Mitsubishi L200 ist eine feste Größe im Pick-up-Markt. Nun fährt der japanische Allrad-Lastenesel gänzlich aufgefrischt vor.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Frischzellenkur: Mitsubishi hat seinen Pick-up L200 komplett überarbeitet. 51 Prozent aller Teile sind neu. Auf den ersten Blick schlägt sich das im neuen Karosseriedesign nieder.
  • Neuer Motor: Der 2,2 Liter große Selbstzünder leistet 150 PS, erfüllt die Abgas-Norm 6d-Temp und ermöglicht dem 2.039 Kilogramm schweren Pick-up rund eine Tonne Zuladung sowie 3,5 Tonnen Zugkraft für Anhänger.
  • Umfassende Auswahl: Zwei Karosserie-Varianten, 4 Ausstattungslinien, diverse Assistenten, ein breites Zubehörprogramm – Interessenten haben beim L200 von Mitsubishi reichhaltige Auswahlmöglichkeiten. Preislich geht es bei 24.950 Euro (zzgl. MwSt.) für den Pick-up in der Club-Cab-Karosserie los.

Neuauflage eines Mitsubishi-Urgesteins: Ab sofort rollt der stark überarbeitete Pick-up L200 zu den Händlern. 51 Prozent aller Teile sind neu, und dabei geht es nicht nur optisch ans Eingemachte: Auch technisch haben die Japaner ihr Arbeitstier generalüberholt.

Mitsubishi stellt den L200 wie bisher unter das Motto „Der Profi für Profis“ und trifft es damit auf den Punkt: 80 Prozent aller Mitsubishi L200 gehen in Deutschland in die Fuhrparks von Gewerbekunden. Die können sich ab sofort über das aktuelle Markengesicht „Dynamic Shield“ freuen. Das bringt nicht nur eine schärfere Optik für den Pick-up, sondern auch eine vier Zentimeter höhere Haubenkante für eine bessere Rundumsicht, LED-Leuchten vorn und hinten oder höher positionierte Scheinwerfer, womit Mitsubishi besseren Schutz bei Wasserdurchfahrten erreichen möchte. Keine Auswirkungen hat das neue Design auf die Böschungswinkel. Hier bleibt es beim L200 – wie gehabt – bei 30 Grad vorn und 22 Grad hinten.

Neu im L200: Motor und Automatik

Weniger getan hat sich im Innenraum, hier spendiert Mitsubishi seinem Pritschenwagen eine neue Mittelkonsole, neue Instrumente und neu konturierte Frontsitze. Die Materialien entsprechen dem Anspruch an ein Nutzfahrzeug, die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Die Sitze allerdings dürften trotz Überarbeitung mehr Seitenhalt bieten.

Spannender wird es unter der Haube: Dort werkelt ein 2,2 Liter großer neuer Diesel, den es wahlweise mit Sechsgang-Handschaltung oder einer neuen Sechsstufen-Automatik (1.597 Euro, alle Preise netto zzgl. 19 Prozent Umsatzsteuer) gibt. 150 PS leistet der Selbstzünder und zeigt sich mit neuester Abgasnorm Euro 6d-Temp von seiner sauberen Seite. Leer wiegt der neue L200 mindestens 2.039 Kilogramm, dazu kann er rund eine Tonne aufladen und maximal 3,5 Tonnen an den Haken nehmen. Für erste Fahreindrücke bestückte Mitsubishi die 1,52 bis 1,85 Meter lange und 1,47 Meter breite Ladefläche seines aktuellen Pick-ups mit 150 Kilogramm Ballast. So ausgerüstet schwimmt der L200 vor allem als Handschalter gut mit im Verkehr, für die Automatik hätten wir uns über 20 oder 30 PS mehr auch gefreut.

Zwei L200-Karosserien

Mitsubishi liefert den L200 in mehreren Varianten aus. Zum einen gibt es mit Club Cab (5,30 Meter Länge) und Doppelkabine (5,31 Meter Länge) zwei um jeweils zwei Zentimeter gewachsene Karosserievarianten. Die Einzelkabine entfällt mangels Nachfrage weltweit.

Darüber hinaus lässt Mitsubishi den Kunden in Deutschland die Wahl zwischen vier verschiedenen L200-Ausstattungslinien. Los geht es mit der Basis ab 24.950 Euro (Club Cab) beziehungsweise 26.462 Euro (Doppelkabine). Mit an Bord sind dann zum Beispiel zuschaltbarer Allradantrieb, Lederlenkrad und –schaltknauf, E-Fenster und -Radio und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Vier Ausstattungslinien für den Mitsubishi L200

Weiter geht es mit dem Plus. Er kommt mit permanentem Allradantrieb „Super Select 4WD-II“, 18-Zöllern und Auffahrwarnsystem. Der Club Cab startet ab 29.319 Euro. Die Doppelkabine kostet als Plus mindestens 30.496 Euro, kommt aber zusätzlich mit Offroad-Traktionskontrolle und Bergabfahrhilfe und ist optional mit der Sechsstufenautomatik erhältlich.

Die nächste Ausstattungsstufe des Mitsubishi L200 bildet der Intro. Er steht ausschließlich als Doppelkabine in der Preisliste und bietet zusätzlich zum Plus Annehmlichkeiten wie LED-Scheinwerfer, Smart-Key-System, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und als Sicherheitshelfer den Totwinkel-, Auspark- und Fernlichtassistenten, eine Einparkhilfe hinten sowie den Fehlbeschleunigungsschutz, ab 31.924 Euro. Auch hier gibt es optional die Sechsstufenautomatik. Serienmäßig gibt es die im L200 Top (ab 36.462 Euro), der ebenfalls ausschließlich als Doppelkabine und mit beheizbarem Lenkrad sowie 360-Grad-Kamera vorfährt. Optional kann sich der Kunde hier außerdem für ein fest eingebautes Navigationssystem entscheiden.

-Anzeige-

Foto: Dennis Gauert

Fahrbericht Nissan Navara 2.3 dCi

Bewährtes weiter verbessert

Nissan spendiert seinem Navara eine Modellpflege. Änderungen gibt es vor allem im Detail. Wir haben den Japan-Pick-up unter die Lupe genommen.

Foto: Martina Göres

Transporter-Bestseller

VW T6.1: Der Bulli geht online

Der Volkswagen T6.1 ist zwar keine Neuentwicklung, mit dem jüngsten Facelift bekommt der Bestseller aber ein umfassendes digitales Update.

Foto: Dennis Gauert

Fuhrpark

Mitsubishi L200 im Praxistest

Das Facelift des Mitsubishi L200 ist zur Hälfte ein Neuaufbau und mit 26.966 Euro Basispreis sehr günstig. Wir sind den Japan-Pick-up gefahren.

Foto: Monkey Business - Fotolia.com

Transporter-Frühling 2019

Mehr Komfort – weniger Emissionen

Die Hersteller geben Gas und bringen immer individueller auf die Kundeninteressen zugeschnittene Transporter auf den Markt. Eine Übersicht.