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Foto: Denny Gille
Akku-Handkreissäge mit Leistung satt: Dewalts DCS578NT hat im Test auch dicke Hartholz-Bohlen bewältigt.

Holzhelden

Geballte Akku-Power: Dewalts Allesfresser

Extrem durchzugsstark soll die neue Handkreissäge DCS578NT von Dewalt sein. Wie kommt sie mit Längsschnitten in dicken Eichenbohlen zu Recht?

  • Eckdaten Dewalts Handkreissäge DCS578NT: Der starke Allesfresser arbeitet mit 54-Volt-Akkusystem und erreicht eine Leistung von bis zu 2.450 Watt.
  • DCS578NT im Härtetest: Die Tischlerei Krüger hat mit der Handkreissäge dicke Eichenbohlen der Länge nach aufgetrennt.
  • Das Leistungsurteil der Tischler: „Die Säge zieht mehr als manch kabelgebundene Handkreissäge dieser Größe.“

Gute Maschinen machen das Leben leichter. Und die Tischlerei Krüger weiß Maschinen so einzusetzen, dass sie dem Team Zeit sparen und die körperliche Belastung verringern. So fiel es den Mitarbeitern  nicht schwer, sich für den Werkzeugtest der Dewalt Akku-Handkreissäge DCS578NT einen passenden Härtetest zu überlegen.

Das ideale Testmaterial findet sich im Lager der Niedersachsen. Die Tischlerei Krüger hat sich auf Möbelbau unter anderem aus Massivholz spezialisiert. Am Standort in Alfeld lagern aufgesägt komplette Stämme und Massivholzbohlen von beachtlichen Maßen. Auf eine dieser Bohlen lassen die Tischler die Akku-Handkreissäge DCS578NT los. Das Material: 5 Meter lang, 65 Millimeter stark, Eiche! Besondere Testaufgabe: zwei Längsschnitte über die volle Länge. Vorab drängt sich eine Frage auf: Warum sollte man so eine dicke Bohle überhaupt mit einer Handkreissäge der Länge nach auftrennen wollen? „Normalerweise haben wir für solche Aufgaben unsere Formatkreissäge“, erklärt Tischlergeselle Paul Heyl. Allerdings brauche man mehrere Kollegen, um so eine große Bohle auf deren Sägetisch zu hieven. Das ist nicht mehr nötig, wenn man sie mit der Handkreissäge mit einigen Längs- und Querschnitten vorab grob auf das Zielformat bringt.

„Beides haben wir mit der DCS578NT gemacht. Dass sie sich für Querschnitte eignet, hatten wir ohnehin erwartet. Die Kür waren Längsschnitte“, sagt Heyl. Wie hat sich die Akku-Handkreissäge da geschlagen? „Sie ging ohne zu murren durch das dicke Eichenholz – wie durch Butter! Das war auch für die anderen Kollegen eine bemerkenswerte Leistung“, erzählt der Tischler.

Neuer Motor für noch mehr Power

Die hohe Leistung der Säge mit 54 Volt Flexvolt-Akkusystem war Entwicklungsziel von Dewalt. Durch einen neu entwickelten bürstenlosen Hochleistungsmotor mit höherem Kupferanteil und stärkerem Permanentmagneten sowie dem Einsatz leistungsfähigerer, elektronischer Module erreicht die Maschine laut Hersteller eine Abgabeleistung von bis zu 2.450 Watt. „Beim Motor wurde alles richtig gemacht. Die Säge zieht mehr als manch kabelgebundene ­Handkreissäge dieser Größe“, urteilt der Tester. Natürlich fordert eine dicke Eichenbohle dem System maximale Leistung ab. So sei der erste 6-Amperestunden-Akku nach zehn Metern erfolgreichem Härtetest weitgehend am Ende seiner Ausdauer gewesen.

Eine Herausforderung beim Längsschnitt ist laut Heyl die Spanabnahme. Hier entstehen längere Späne, die die Säge zusetzen könnten. Beim Einsatz der DCS578NT mit dem mitgelieferten 190 Millimeter XR Extreme Runtime Sägeblatt, war von diesem Problem nichts zu spüren. „Die Spanabnahme hat sehr gut funktioniert“, sagt Heyl. Rätselraten war für die Tester nur bei der Nutzung des Staubsaugeraufsatzes am Auswurfstutzen angesagt. Eine Öffnung an der Seite blieb trotz angeschlossenem Staubsauger bestehen. „So ist nur etwa die Hälfte der Späne im Staubsauger gelandet“, sagt Heyl. Laut Dewalt dient die seitliche Öffnung dazu, den Span besser nach hinten absaugen zu können. Je höher der Volumenstrom des Absaugsystems sei, desto besser wäre auch die Absaugleistung.

Die großen Stärken der DCS578NT Akku-Handkreissäge sieht der Tischlergeselle beim mobilen Arbeiten und in der mitgelieferten Ausstattung der Basisversion für gröbere Aufgaben. Das Gewicht von 4 Kilogramm inklusive Akku störe nicht, insbesondere da die Säge bei der Arbeit ohnehin auf dem Werkstück aufliege. „Wenn ich mal eine aufwändigere Unterkonstruktion mache oder Bohlen auftrennen oder ablängen will, dann würde ich zu dieser Säge greifen“, sagt Heyl.

Saubere Schnittkante

Schnitte mit höheren Anforderungen an die Präzision mochte der Tischler allein mit dem kleinen mitgelieferten Parallelanschlag lieber nicht ausprobieren. Für den Betrieb mit einer Führungsschiene eignet sich die DCS578NT laut Hersteller nicht. Diese Anwendung ist dem Schwestermodell DCS579NT vorbehalten, das mit einem Sägeschuh für Dewalt-Führungsschienen ausgestattet ist. Ansonsten bringt die Maschine alle Eigenschaften mit, die es zum präzisen Sägen braucht. Für Gehrungsschnitte lässt sich der Schnittwinkel bis auf 57 Grad verstellen. „Bei gängigen Winkeln wie 45 und 22,5 Grad rastet sie ein und mit dem Spanner lässt sie sich schnell und gut einstellen“, sagt Heyl. Auch die Schnittqualität kann sich sehen lassen. Selbst nachdem das Sägeblatt sich mehrfach durch die dicke Eichenbohle gefressen hat, gelingen Heyl in einem anderen Holz noch saubere Schnitte ohne Ausrisse.

Daten

  • Name: Dewalt DCS578NT
  • Typ: Akku-Handkreissäge
  • Leistung: bis 2.450 Watt
  • Schnittwinkeleinstellung: bis 57 Grad
  • Gewicht inkl. Akku: 4,0 Kilogramm
  • Max. Schnitttiefe bei 90°: 67 Millimeter
  • Preis Basisversion ohne Akku und Ladegerät: 339 Euro zzgl. MwSt.
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Der Tester: Geselle Paul Heyl von der Tischlerei Krüger.
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Die Maschine hinterlässt ein sauberes Schnittbild.
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Kann auch Gehrungsschnitte. Die Schnittwinkelverstellung reicht bis 57 Grad.
Foto: Denny Gille

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