Eine verbindliche Gebührenordnung könnte kleine Handwerksbetriebe schützen.
Foto: Büro Kipping, lizenziert unter CC BY-SA 4.0*

Politik und Gesellschaft

Gegen Preisdumping: Mindesthonorare für Selbstständige?

In einigen Branchen unterbieten sich Selbstständige über die Schmerzgrenzen hinaus. Dagegen soll eine Preis-Untergrenze her, meint die Linkspartei. Wie sehen Sie das?

Fliesenleger, Trockenbauer, Raumausstatter: Gerade in Gewerken, in denen seit dem Wegfall der Meisterpflicht keinerlei Berufsqualifikation mehr nötig ist, droht der Preiskampf unterhalb des Existenzminimums zu rutschen. Der Wettbewerb ist groß, die preisliche Schmerzgrenze bei manchem Konkurrenten unterhalb des gesunden Menschenverstands. Müsste da nicht eine Art Mindestlohn für Selbstständige her, um die Solounternehmer zu schützen?

Das jedenfalls fordert Linksparteichefin Katja Kipping in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. Immerhin: Vorbilder gibt es für diese Forderung genug: Ärzte, Anwälte, Apotheker – diese „A-Klasse der freien Berufe“ werde durch eine Gebührenordnung geschützt, sagt Kipping. Währenddessen müssten "Grafiker, Malermeister oder Texter oft mit einer minimalen Entlohnung zurechtkommen“.

Insbesondere kleine Handwerksunternehmen sieht sie laut dem Medienbericht einem teilweise „ruinösen Wettbewerb“ ausgesetzt.

Wie sehen Sie das? Sollte es verbindliche Mindestpreise im Handwerk geben? Oder braucht es derlei Regulierung nicht?

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