Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Krankgeschrieben zur Arbeit?

Gesundschreiben ist überflüssig

Wenn krankgeschriebene Arbeitnehmer sich wieder gesund fühlen, dürfen sie zur Arbeit gehen – auch ohne weiteren Besuch beim Arzt. Und was ist mit dem Versicherungsschutz?

Es geht auch ohne das Ok vom Arzt! - Arbeitnehmer müssen nicht die volle Zeit aussetzen, die sie krankgeschrieben sind.
Arbeitnehmer müssen nicht die volle Zeit aussetzen, die sie krankgeschrieben sind.
Foto: Lars Zahner - Fotolia.com

Wie verbindlich ist eigentlich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung? Gerüchte und Diskussionen darüber unter Kollegen oder in Internetforen gibt es dazu jedenfalls eine Menge. Doch auch wenn dort oft etwas anderes behauptet wird: Krankgeschriebene Arbeitnehmer müssen sich nicht „gesundschreiben“ lassen, wenn sie frühzeitig wieder arbeitsfähig sind. „Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist kein Arbeitsverbot“, sagt die Rechtsanwältin Donata Gräfin von Kageneck vom Deutschen Anwaltverein.

„Die Bescheinigung ist lediglich eine Prognose des Arztes darüber, wie lange der Arbeitnehmer voraussichtlich nicht arbeiten kann.“ Wenn die Arbeitsfähigkeit schon früher hergestellt sei, dürfe man auch zum Arbeitsplatz zurückkehren. Eine „Gesundschreibung“ als Gegenstück zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gebe es nicht.

Auch das Gerücht, dass man bei einer vorzeitigen Rückkehr an den Arbeitsplatz seinen Versicherungsschutz verliere, sei falsch. Wer sich trotz Krankschreibung auf den direkten Weg zur Arbeit macht, genießt in der Regel von der Haustür an bei Wege- und Arbeitsunfällen den gleichen Versicherungsschutz wie alle anderen Arbeitnehmer.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


(jw)
Sind sie länger krank, müssen sie spätestens am vierten Fehltag eine Arbeitsunfähigkeitskeitsbescheinigung vorlegen.
Foto: Stockfotos-MG - stock.adobe.com

Die 9 wichtigsten Fragen und Antworten

Was Arbeitgeber zu Krankschreibungen wissen müssen

Beim Thema Arbeitsunfähigkeit halten sich hartnäckig einige Irrtümer. Hier sind die 9 wichtigsten Fragen und Antworten für Arbeitgeber.

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Ärztliche Bescheinigung bei Krankheit

Ihr Recht: Attest vom ersten Tag an?

Ein Urteil sorgt für Aufregung unter deutschen Arbeitnehmern: Der Chef darf vom ersten Krankheitstag an eine Krankschreibung verlangen. Doch dabei müssen Arbeitgeber einiges beachten.

Weil eine Arbeitnehmerin ihre Krankheit nur vorgetäuscht hat, erhielt sie von ihrem Arbeitnehmer völlig zu Recht die fristlose Kündigung.
Foto: Kaspars Grinvalds - stock.adobe.com

LAG-Urteil

Vorgetäuschte Krankheit ist Kündigungsgrund

Erst lehnt der Chef den Urlaubsantrag ab. Dann meldet sich die Arbeitnehmerin krank. Trotz Attest vom Arzt wird ihr das zum Verhängnis.

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Wenn Mitarbeiter blaumachen

„Ab zum Arzt und dann Koffer packen“

Ein Mitarbeiter ist ständig montags krank, ein anderer fehlt nach einer heftigen Auseinandersetzung – Verdachtsmomente gibt es viele. Wie Sie vermeintlichen Blaumachern auf den Zahn fühlen können, lesen Sie hier.

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.