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Goldschmied Eckel, Wien

Goldschmied Eckel, Wien

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – so lautet das Fazit des Homepage-Checks von Erik Eckel. Doch der Goldschmied ist mit seinem Internet-Auftritt nur knapp am WebHammer vorbeigerutscht. Vor allem an seinem Marketing-Konzept sollte der Wiener noch feilen.

Kein WebHammer für

http://www.goldschmied.co.at

Bewertung

I. Gesamteindruck

(max. fünf Punkte pro Unterrubrik)

· Präsentation optisch

 

 

· Präsentation inhaltlich

 

 

· Bedienfreundlichkeit/

 

 

· Branchenbezug

 

 

Bemerkung: Schmuckanfertigungen nach Kundenwunsch und eigenem Design sind das Hauptgeschäft des Goldschmieds Erik Eckel. Demensprechend viele Schmuckstücke aus eigener Fertigung zeigt der Wiener auch in der "Galerie" auf seiner Homepage. Ob Modelle aus Gold, Silber oder den tahitischen Zuchtperlen: Hier sollte schnell fündig werden, wer ausgefallenen Schmuck sucht.

Im Gegensatz zu vielen Kollegen, die sich im Internet zurückhalten, veröffentlicht Eckel die Kaufpreise seiner Arbeiten. Zusätzlich zu den Bildern geben kurze Erläuterungen Auskunft über die verwendeten Materialien, teilweise lässt der Meister den Betrachter auch an den Ideen, die hinter dem Produkt stehen, teilhaben. Ergänzt wird das Angebot des Goldschmieds zudem durch Uhren verschiedener Marken. Diese Seiten sind allerdings weniger anspruchsvoll aufbereitet und beschränken sich auf Abbildungen aus dem Katalog des Herstellers. Wertiger würde die Seite, wenn Erik Eckel den Eigenkreationen mehr Individualität verleihen und die Schmuckstücke auf einzelnen Seiten präsentieren würde. So sind die Kunstwerke hintereinander aufgelistet. Schade, dass sich die Abbildungen der "Pearl Trophy" in dem Unterpunkt "Gold" wiederholen. Das wirkt etwas aufdringlich.

Sehr aufschlussreich sind die Ausführungen in der Rubrik "Wissen", wo der Goldschmied leicht verständliche Artikel über Diamanten bereithält. Sehr gute Aufnahmen bebildern diese Strecke, so dass auch Laien einen informativen Einblick über Gewicht, Reinheit, Farbe und Schliff ("Die 4 C") der Edelsteine bekommen. Zudem gewährt der Wiener Interessierten einen Einblick in seine Werkstatt, wo er die Entstehung eines Goldrings erklärt. Ein Eintrag im Gästebuch bringt es auf den Punkt: "Und für den Nichtfachmann ist auch etwas dabei."

Verbessern lässt sich die Benutzerführung der Homepage: Durch die insgesamt zwölf verschiedenen Rubriken (zuzüglich Unterrubriken) wird die Struktur der Seite unklar. Für eine bessere Übersicht müsste Eckel die Inhalte jedoch neu bündeln. So ließen sich die Punkte "Wir über uns" und "Wir bieten" gut in einer Rubrik zusammenfassen, und auch "E-Mail" und "Kontakt" passen inhaltlich zusammen. Ebenso das "Gästebuch" und das "Gewinnspiel", die sich gut in einer Rubrik namens "Interaktiv" oder ähnlich wiederfinden könnten.

II. Marketing

(max. fünf Punkte pro Unterrubrik)

· Kundenbindung (Forum, Newsletter)

 

· Umsetzung der Online-Marketing-Regeln (Metatags etc.)

 

 

· Bezug zwischen Online-Produkt und Betrieb

 

· Glaubwürdigkeit

 

Bemerkung: Wie schon erwähnt, hat Erik Eckel seine Seiten mit einem Gewinnspiel und einem Gästebuch ausgestattet. Letzteres ist seit dem 30. März 2000 in Betrieb und demensprechend gefüllt. Und aktuell noch dazu: Die letzten Einträge sind von Ende April 2002. Wer an dem Gewinnspiel teilnimmt, hat die Chance, einen Spannring im Wert von 420 Euro zu gewinnen. Verlost wird das Schmuckstück unter allen Besuchern der Site. Allerdings sollte Eckel aus Gründen der Fairness unbedingt darauf hinweisen, bis wann das Gewinnspiel läuft und am Ende der Aktion den Gewinner veröffentlichen.Sonst wirkt das Ganze schnell wie ein Trick.

Einen Newsletter bietet der Wiener nicht an. Dabei könnte er die Adressen, die er über das Gewinnspiel generiert, gut zu seinen Zwecken nutzen. Schließlich haben die Besucher freiwillig mitgespielt und dürften Informationen aus dem Hause Eckel nicht abgeneigt sein. Allerdings sollte man vorher fragen, ob derartige News auch wirklich gewünscht sind. Sonst hat man seine (potenziellen) Kunden schnell gegen sich.

Wenn Eckel im Internet Erfolg haben möchte, muss er noch an seinem Marketing-Konzept arbeiten. Wenig effektiv für das Marketing der eigenen Homepage und des Unternehmens ist beispielsweise die Wahl des Providers. Auch wenn sich die Homepage-Adresse recht gut merken lässt (www.goldschmied.co.at), wird sie doch bei einem Unternehmen (Aon) gehostet, das die Domain an die eigene Adresse weiterleitet: Nach Eingabe der Eckel-URL landet der User auf "http://members.aon.at/goldschmied/start.htm". Der Goldschmied macht in diesem Fall weniger Werbung für das eigene Unternehmen als für seinen Provider. Ähnlich hält es sich auch mit den Mail-Adressen: Wer allgemeine Informationen haben möchte, muss eine Mail an "goldschmied@aon.at" schicken. Das wirkt unprofessionell und lässt sich mit ähnlich lautende Adressen des deutschen Providers T-Online vergleichen.

Bei den Suchmaschinen Altavista, Google, Web.de und Lycos wird die Homepage gefunden, Fireball konnte keinen Eintrag entdecken. Allerdings wird die Site von einigen anderen Web-Seiten gelistet. Durch gegenseitiges Verlinken lassen sich die Zugriffszahlen leicht steigern. Eckel sollte versuchen, den Linktausch noch auszuweiten. Das verschafft seiner Hoempage nicht zuletzt einen bessere Positionierung in den Rankings der Suchmaschinen je mehr Links von anderen Betreibern auf die eigene Seite führen, desto besser die Platzierung. Und die Chance, Zugriffe über die Partner-Seiten zu bekommen, ist hoch.

Die Metatags müssten für hohe Trefferquoten in den Suchmaschinen noch präziser gewählt werden. Viele Goldschmiede und Juweliere werden die Begriffe "Diamanten, Brillant, diamonds, diamond, Edelstein, Safir, Saphir" etc. in ihre Seiten eingebunden haben. Zusätzliche und individuelle Keywords auf den Rubrik-Unterseiten sind ebenfalls zu empfehlen. Gut ist in vielen Fällen die Wahl der Bildnamen. Ein "haarteil.jpg" oder ein "staatspreisring.jpg" sind in jeden Fall beschreibende Betitelungen. Fehlt nur noch, dass Eckel den "Alt"-Tag des Bild-Quelltextes nutzt, um auch hier suchrelevante Informationen unterzubringen.

III. E-Commerce

(max. drei Punkte pro Unterrubrik)

· Bestellfunktion vorhanden

 

 

 

 

· Bedienfreundlichkeit

 

 

 

 

· Up-Sell/Cross-Sell

 

 

 

 

· Spezielle Online-Angebote

 

 

 

 

Bemerkung: Erik Eckel betreibt keinen Web-Shop, bietet aber in der Rubrik "Uhren" die Möglichkeit, verschiedene Modelle per Nachnahme zu bestellen.

 

Fazit

 

Es ist nicht alles Gold, was glänzt aber schon nahe dran.

Maximale Punkte

52

Erreichte Punkte

28

(Stand: 02.05.2002)

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