Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Urteil

Händler haften

Wer Produkte auf Plattformen wie Amazon Marketplace anbietet, haftet für falsche Angaben – auch wenn er diese nicht selbst erstellt hat.

BGH -Entscheidung: - Händler haben eine Überwachungs- und Prüfungspflicht
Händler haben eine Überwachungs- und Prüfungspflicht
Foto: MH - Fotolia.com

Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in zwei Fällen entschieden.
In dem einen Fall stand neben einer Armbanduhr eine durchgestrichene unverbindliche Preisempfehlung zusammen mit einem deutlich niedrigeren Preis. Ein Wettbewerber klagte wegen irreführender Werbung, da die Uhr als Auslaufmodell nicht mehr in den Preislisten des Fachhandels stand. Im zweiten Fall hatte ein Markeninhaber geklagt, weil eine Computermaus im Shop mit falschem Markennamen ausgezeichnet war. In beiden Fällen stammten die falschen Angaben nicht vom Verkäufer, sondern von Amazon.
Dennoch entschied der BGH zugunsten der Kläger: Der Anbieter habe eine „Überwachungs- und Prüfungspflicht“.

(jw)

BGH: Urteile vom 03. März 2016, Az. I ZR 110/15 und I ZR 140/14

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten:
Urteil: Schlecht bewertet
Streit um Ein- und Ausbaukosten: Mängelhaftung: Rettung naht
Strengere Regeln: Bewertungsportale in der Pflicht

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Fliesen-Urteil erweitert Haftung von Verkäufern

Wer zahlt für die Mängel am Material?

Ein Urteil des Bundesgerichtshofs sorgt im Handwerk für Verunsicherung: Wer haftet denn für Mängel am Material und für die Folgekosten – der Handwerker oder der Händler?

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Strengere Regeln

Bewertungsportale in der Pflicht

Gute Nachrichten für alle Betriebe, die sich in Bewertungsportalen ungerecht bewertet sehen: Bewertungsportale im Web müssen schlechte Bewertungen ernsthaft überprüfen.

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Urteil

Erlaubte Werbung: Anrufe vom Ex

Wechselt ein Mitarbeiter den Job, dann darf er seine bisherigen gewerblichen Kunden anrufen, um sie über den Wechsel zu informieren. Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs ist das kein verbotener Werbeanruf.

Image
Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Mangelhaftes Material

Vorsicht vor Billigmaterialien!

Wer vom Händler mangelhaftes Material kauft und beim Kunden verarbeitet, muss die Neuverlegung meist selbst bezahlen. Der Händler muss nur das Material ersetzen.

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.