Was tun, wenn das Parken in München zu teuer ist? Leitertransport auf dem Fahrrad wirkt nicht wie ein Fortschritt in der Mobilitätswende.
Foto: Dachdecker-Innung München-Oberbayern, Bauinnung München-Ebersberg, SHK-Innung München
Was tun, wenn das Parken in München zu teuer ist? Leitertransport auf dem Fahrrad wirkt nicht wie ein Fortschritt in der Mobilitätswende.

Panorama

6 Plakate gegen den Preiswahnsinn beim Parkausweis

Mit Leiter und Fahrrad zum Kunden? Drei Münchener Innungen kämpfen gegen die Verdreifachung der Handwerker-Parkgebühren. Ihre Plakate sind echte Hingucker.

720 Euro jährlich. Nicht pro Betrieb, nein: pro Auto! Diesen Betrag verlangt die Landeshauptstadt München seit Jahresbeginn für ihre Handwerker-Parkausweise. Die Erhöhung ist alles andere als bescheiden: Knapp verdreifacht wurde die Gebühr, zahlten Handwerker zuvor doch höchstens 265 Euro. Für Betriebe mit Sitz in München, ist der neue Beitrag sogar sechsmal so hoch wie zuvor.

Die Dachdecker-Innung München-Oberbayern, die Bauinnung München-Ebersberg und die SHK-Innung München wollen das nicht einfach hinnehmen. Sie prangern die üppige Preiserhöhung jetzt mit einer kreativen Plakatkampagne an. Ziel: Für Verständnis bei den Kunden werben, „und für ein Nachdenken im Stadtrat der Landeshauptstadt“, erklären sie in einer Pressemitteilung.

Den Irrsinn der Preiserhöhung illustrieren die Innungen auf Plakaten, auf denen die Handwerker ihre Fahrzeuge einfach zu Hause lassen.

  • Mal pendeln sie zu Fuß mit ihrem Gerät in die Stadt,
  • dann warten sie schwere Steine schulternd auf eine U-Bahn oder
  • manövrieren ihr Gut auf Fahr- und Lastenrädern durch München.
Auf zum Kunden, auf nach München – zu Fuß.
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Auf zum Kunden, auf nach München – zu Fuß.
Mit dem ÖPNV zur Baustelle? 
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Mit dem ÖPNV zur Baustelle? 
Wer liebt, der schiebt.
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Wer liebt, der schiebt.
Die fünf Handwerker von der Bushaltestelle.
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Die fünf Handwerker von der Bushaltestelle.
Keep on walking.
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Keep on walking.
Soll das Zukunft sein? Die Innungen hoffen: nein!
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Soll das Zukunft sein? Die Innungen hoffen: nein!

Die Botschaft macht auch der Kampagnentext klar: Wichtige Aufgaben wie „Klimaschutz, Notdiensteinsätze, Neubauten, Sanierungen, Reparaturen, Schadensbeseitigung“ solle das Handwerk übernehmen, „aber es wird uns in München schwergemacht“. So sei es für die Handwerksbetriebe schlicht zu teuer, Kunden in München zu betreuen.

Gegen welchen handwerksfeindlichen Wahnsinn sollte man in Ihrer Region Plakate aufhängen? Kommentieren Sie unter dem Artikel oder schreiben Sie uns an gille@handwerk.com

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