Malermeister Thomas Köbke verteidigt seinen Azubi gegen Rassismus.
Foto: Privat, Montage: Gille

Rassistische Kunden

Handwerker zeigt klare Kante gegen rechts

Eine Kundin beschwert sich, weil der Azubi aus dem Ausland stammt. Seine deutliche Antwort macht Malermeister Köbke zum Internet-Star.

Diese Kundin brachte Malermeister Thomas Köbke in Rage: Telefonisch beschwerte sie sich über seinen Auszubildenden Ameer – nicht, weil er schlecht gearbeitet hätte, sondern weil sie „keinen Asylanten in ihrer Wohnung“ dulden wollte. „Was ich mir erlaube, so einen mitzubringen der erst drei Monate hier wäre“, zitiert der Handwerker seine Kundin.

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Das ging Thomas Köbke zu weit: „Ameer ist seit 5 Jahren in Deutschland, spricht deutsch und ist ein sehr guter Mitarbeiter und auch bei den Kollegen sehr beliebt“, schreibt er in einem Facebook-Post, in dem er die Geschichte öffentlich machte. Und bezog klar Stellung: „Solche Kundschaft brauche ich wirklich nicht.“ Es sei beschämend und traurig zugleich. „Wem es nicht passt, dass ich einen Ausländer eingestellt habe, der möge Abstand davon nehmen, mich um Aufträge zu kontaktieren. Kein Millimeter nach rechts!!!!!!!“, schließt der Malermeister seinen Post.

Der Text ging viral. Über 100.000 Likes hat sein Post bekommen, fast 10.000 Nutzer kommentierten. „Die meisten Rückmeldungen waren positiv“, sagt Thomas Köbke. Es habe ihn total überrascht, dass sein Post so viel Echo hervorgerufen hat – nicht nur auf Facebook, sondern auch andere Medien sprangen auf das Thema auf. Für seinen Azubi Ameer seien die freundlichen Rückmeldungen auch wichtig gewesen. „Er hat sich sehr gefreut“, so Köbke.

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