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Corona

Handwerksmeisterin sieht Corona-Krise als Chance

Bei Handwerksmeisterin Katja Schulze setzt die Corona-Krise positive Synergien frei: Sie nutzt die Zeit auch, um neue Wege in der Kundenberatung zu gehen.

Auf einen Blick:

  • Anpacken anstatt Verzagen: Raumausstattermeisterin Katja Schulze hat beschlossen, das Beste aus der Krise zu machen.
  • Sie versucht, in Sachen Digitalisierung in ihrem Betrieb voranzukommen und nutzt jetzt Videokonferenzen für die Kundenberatung. Denn persönliche Kundenbesuche sind derzeit Tabu.
  • Auch stellt sie ihr Angebot um: Rollos als Spuckschutz in Arztpraxen haben ihr sogar zusätzliche Aufträge beschert.

Täglich schwankt die Stimmung bei ihr zwischen „Angst und Aufbruchsstimmung“, sagt Raumausstattermeisterin Katja Schulze. „Zu Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Krise war ich in einer Art Schockstarre“, berichtet die Unternehmerin aus Loxstedt in Niedersachsen. Aufträge wurden storniert, Umsätze brachen ein und sie hat zunächst Kurzarbeit angemeldet.

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Aufbruchsstimmung und Mut in der Krise

Doch seit der letzten Märzwoche spüre sie eher eine Aufbruchsstimmung. Tatendrang habe die Starre abgelöst. „Die Krise setzt bei mir jetzt positive Synergien frei“, sagt Katja Schulze. Über Facebook und im Whatsapp-Status ihres Firmenhandys habe sie beispielsweise ein Spuckschutzrollo beworben, das ein Lieferant anbietet. „Über Nacht hatte ich einige Anfragen und habe auch gleich Aufträge bekommen“, berichtet sie. Ein Arzt habe ihr zusätzlich zu dem Rollo einen Auftrag für die Umgestaltung seiner Praxis erteilt. „Dazu wäre es ohne das Angebot im Zuge der Corona-Krise mit Sicherheit nicht gekommen“, ist Schulze überzeugt.

Zudem ist die Handwerksmeisterin in die Produktion von Atemschutzmasken eingestiegen. Sie wolle damit Menschen helfen, die sie dringend brauchen. „Wir tauschen gegen Süßigkeiten“, vermeldet Schulze auf ihrer Facebook-Seite. Sie wolle bei Bedarf auch Masken für Privatpersonen nähen und helfen.

Digitalisierung in der Kundenberatung als Chance nutzen

Außerdem sieht die Unternehmerin in der Krise noch eine Chance. „Wir sollten die Zeit nutzen, um uns neu zu sortieren und Dinge neu zu machen, die wir bisher nicht angehen konnten“, sagt Katja Schulze. Dazu brauche es ein Umdenken, man müsse kreativ und flexibel sein. „Da wird sich im Handwerk die Spreu vom Weizen trennen“, ist sie überzeugt.

In ihren Raumausstatterbetrieb widmet sie sich jetzt auch digitalen Projekten, die in letzter Zeit auf der Strecke geblieben sind: So berät sie Kunden in Corona-Zeiten per Videokonferenz. Aus den Wünschen der Kunden erstellt Schulze Musterpakete, die sie per Post verschickt. „Die digitalen Möglichkeiten sehe ich als Chance, um in der Krise und auch danach als Kleinstbetrieb weiter zu bestehen“, betont Katja Schulze.

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