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Handwerksordnung wird präzisiert

Handwerksordnung wird präzisiert

Die Bundesregierung und der ZDH haben ihren Streit um den Meisterbrief als Bedingung für eine Geschäftseröffnung beigelegt.

Bundesregierung und Handwerk haben ihren Streit um den Meisterbrief als Bedingung für eine Geschäftseröffnung beigelegt. Die Handwerksordnung sei entsprechend eines Beschlusses von Bund und Ländern präzisiert worden, teilten Wirtschaftsminister Werner Müller und der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Dieter Philipp mit. Der Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker

kritisierte hingegen, dass keine Erleichterungen in dem Beschluss enthalten seien. Die Inländerdiskriminierung bleibe bestehen, das Grundrecht auf freie Berufsausübung werde damit missachtet.

Der Zugang zu Existenzgründungen solle erleichtert werden, der Meisterbrief gleichzeitig seine Bedeutung behalten. Da nur in Deutschland die Meisterprüfung als Voraussetzung für den Berufszugang vorgeschrieben werde, müsse auch darauf geachtet werden, dass Deutsche gegenüber Europäern nicht benachteiligt würden, so Müller.

Umstritten war vor allem, wann Ausnahmen von der vorgeschriebenen Meisterprüfung erlaubt werden dürfen. Dies sei in den verschiedenen Kammerbezirken oft sehr unterschiedlich und zu eng gehandhabt worden, erläuterte Müller. Künftig gebe es einheitliche und vereinfachte Bedingungen für Ausnahmen.

Wenn Antragsteller 47 Jahre oder älter sind, wenn sie schon lange als Geselle "in herausgehobener Stellung" arbeiten oder eine günstige Gelegenheit zur Übernahme eines Betriebes nicht verstreichen lassen wollen, soll der Schritt in die eigene Existenz nicht an der fehlenden Meisterprüfung scheitern. Auch Mitarbeiter von

Handwerksbetrieben, denen Arbeitslosigkeit droht, sollen die Chance zur Selbstständigkeit im Handwerk erhalten.

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Gründung

Ohne Meisterbrief zum Handwerksbetrieb

Auch nach der Novelle der Handwerksordnung (HWO) Anfang 2004 bleibt der Meisterbrief in vielen Gewerken die Voraussetzung für die Gründung oder Übernahme eines Betriebes. Doch für diese in der Anlage A der HWO aufgelisteten Gewerke gibt es Ausnahmeregelungen. handwerk.com zeigt, wer sich auch ohne Meisterbrief selbstständig machen kann.

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Müller: Meisterbrief bleibt, aber...

Müller: Meisterbrief bleibt, aber...

Wirtschaftsminister Müller (parteilos) hat betont, dass er am Meisterbrief festhält. „Der Meisterbrief ist die Grundlage für die handwerkliche Entwicklung – er hat eine sichere Perspektive.“

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Regierung will Meisterzwang lockern

Regierung will Meisterzwang lockern

Der Meisterbrief soll nach Planungen des Wirtschaftsministeriums künftig keine Bedingung mehr für die Selbstständigkeit im Handwerk sein. Dazu solle die Handwerksordnung noch in diesem Jahr liberalisiert werden.

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Handwerksordnung

Künftig noch 41 Meister

Bundestag und Bundesrat haben der Novellierung der Handwerksordnung (HwO) erwartungsgemäß zugestimmt. Damit entfällt künftig in 53 Gewerken die Bindung der Unternehmensgründung an den Meisterbrief.

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