Smartphones sind für die Mitarbeitenden von Dachdeckermeisterin Chiara Burgdorf ein alltägliches Arbeitsmittel.
Foto: Privat
Smartphones sind für die Mitarbeitenden von Dachdeckermeisterin Chiara Burgdorf ein alltägliches Arbeitsmittel.

Kunden vorab informiert

„Handy-Nutzung auf Baustellen ist unproblematisch“

Dass ihre Mitarbeitenden auch auf der Baustelle ihre Handys nutzen, darüber informiert Chiara Burgdorf ihre Kunden beizeiten. Das erspart dem Betrieb Ärger.

3 Fragen an Chiara Burgdorf, Geschäftsführerin der Dachdeckerei Burgdorf in Lehrte

Dürfen Ihre Mitarbeitenden Smartphones auf der Baustelle privat nutzen?

Chiara Burgdorf: Grundsätzlich haben alle sechs Handwerker, die auf den Baustellen unterwegs sind, ihr eigenes Smartphone immer dabei. Aber sie wissen, dass sie bei der Arbeit private Dinge nicht erledigen dürfen. Das haben wir besprochen. Für einen Blick in den Chat oder in soziale Netzwerke sind kurze Pausen da. Bisher hat auch in den kleinen Pausen niemand die Nutzung übertrieben.

Wofür brauchen Ihre Leute die Smartphones auf der Baustelle?

Burgdorf: Aus mehreren Gründen: Sie müssen sich untereinander abstimmen, falls mal eine Baustelle eher fertig wird oder sich etwas verzögert. Und wir müssen sie aus dem Büro beim Kunden erreichen können. Außerdem arbeiten wir mit einer umfangreichen Dokumentation unserer Tätigkeiten. Die dient zum einen unserer internen Information über Arbeitszeiten, Arbeitsschritte und verbrauchte Materialien. Zum anderen nutzen wir sie als Absicherung bei Versicherungsschäden oder wenn Kunden meinen, wir hätten bestimmte Dinge nicht korrekt erledigt. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht.

Wie informieren Sie die Kunden über dieses Vorgehen?

Burgdorf: Unsere Kunden sind immer darüber informiert, was wir vor Ort machen. Über unsere Fotodokumentation weisen wir bereits in den Angeboten hin. Wir sagen den Kunden genau, was wir dokumentieren und dass davon nichts ohne ihre Zustimmung an die Öffentlichkeit gelangt. Manche Kunden erlauben uns auch, Projekte auf unseren Social-Media-Kanälen zu posten. Ärger hat es weder wegen der Smartphone-Nutzung noch wegen der Fotos je gegeben. Offene Kommunikation sehe ich da ganz klar als Schlüssel zum Erfolg.

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