Der Arbeitsfortschritt mit der CJ36DA ist beachtlich.
Foto: Thomas Vahle

Praxistest

Hikoki Akku-Stichsäge CJ36DA im Praxistest

Hi... was? Hikoki heißt das Unternehmen aus Tokio, das den deutschen Markt erobern möchte. Wir haben uns die neue Akku-Stichsäge angesehen.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Neuer Anbieter: Hikoki ist ein neuer Anbieter aus Japan, der mit handgeführten Maschinen den deutschen Markt erobern möchte.
  • Neues Modell: Hikoki stellt mit dem Akku-Werkzeug CJ36DA eine komplett neue Stichsäge auf den Markt. Sie ist mit einem Bügelgriff ausgerüstet. Das Schwestermodell CJ36DB verfügt über einen Stabhandgriff.
  • Akku-Kraft: Der Akku-Block liefert – je nachdem an welcher Maschine es steckt – entweder 36 Volt und 2,5 Amperestunden, oder aber 18 Volt und fünf Amperestunden. Hikoki nennt dieses System Multivolt.
  • Fazit: Im Praxistest schneidet das Akku-Werkzeug buchstäblich gut ab.

Zugegeben, die Stichsäge gehört nicht zu unseren beliebtesten Maschinen: „Kann alles, aber nichts richtig“ – dieser Ruf haftet ihr an. Zu unpräzise ist ihre Arbeitsweise. So die einhelligen Vorurteile.

Aber alte Vorurteile soll man ja von Zeit zu Zeit überdenken. Deswegen liegt die CJ36DA auf der Hobelbank. Die Stichsäge mit dem Bügelgriff ist ein nagelneues Produkt von Hikoki – ehemals ­Hitachi – und in China hergestellt. Die CJ36DA hat noch eine Schwester, die auf den Namen CJ36DB hört und mit einem Stabhandgriff ausgestattet ist. Wir haben uns für das Exemplar mit dem Bügel entschieden.

Augenscheinlich gute Qualität

Schon beim Auspacken fällt auf, dass sich die westlichen Qualitätsansprüche längst bis zum Land der Morgenröte herumgesprochen haben: das Maschinengehäuse ist aus schlagfestem Kunststoff hergestellt, alle Griffbereiche sind gummiert. Der Maschinenfuß besteht aus Aluminium und ist um 45 Grad schwenkbar, der dafür notwendige Inbusschlüssel hat seinen festen Platz an der Maschine. Er ist so gut untergebracht, dass wir zunächst gedacht haben, die Lieferung sei unvollständig. Bevor Sie ihn lange suchen: er steckt völlig unauffällig in seiner Halterung auf dem Maschinenfuß.

Kraftvoll mit 36 Volt

Die Krönung all dieser Kleinigkeiten ist aber, dass Hikoki seiner CJ36DA einen Akku mit 36 Volt spendiert hat. Das kleine Kraftpaket liefert – je nachdem an welcher Maschine es steckt – entweder 36 Volt und 2,5 Amperestunden, oder aber 18 Volt und fünf Amperestunden. Hikoki nennt dieses System Multivolt, es ist kompatibel mit allen 18- und 36-Volt-Maschinen des Herstellers. Und die Ausstattung mit kraftvollen 36 Volt ist gerade bei einer Stichsäge durchaus sinnvoll. Zumal, wenn man als Hersteller eine Schnitttiefe von 160 Millimetern in weichem Holz verspricht oder wahlweise zehn Millimeter in Weichmetall oder sogar 3,2 Millimeter in Edelstahl. Zum Lieferumfang gehört leider nur ein einziges Sägeblatt für Holz, wir können also diese Versprechen nicht testen.

Die Arbeit am Holz

Doch wie arbeitet es sich mit der CJ36DA in ihrem ureigensten Betätigungsfeld, dem Holz? Um es kurz zu sagen: gut. Das Sägeblatt lässt sich werkzeuglos einspannen. Dafür muss nur der Entriegelungshebel am Maschinenkopf gezogen und das Blatt in seine Halterung gesteckt werden. Unsere ersten Schnitte sind für eine Stichsäge und ein Standard-Sägeblatt überraschend sauber. Die Maschine ist mit ihren 2,7 Kilo nicht unbedingt ein Leichtgewicht, das hat aber auch Vorteile. Sie liegt auf ihrem breiten Fuß satt auf. Was uns positiv auffällt: Die Maschine läuft erstaunlich vibrationsfrei und verzeiht auch kleine Fehler, das Sägeblatt hakt nicht. Deswegen ist es gut, auch bei einer Stichsäge genügend Leistungsreserven zu haben. Eine kleine LED leuchtet den Anriss sehr gut aus und das Gebläse schafft uns die Späne aus dem Sichtfeld – früher musste man die noch selber wegpusten.

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