Herzlich willkommen: Um mehr Azubis an Ausbildungsbetriebe zu vermitteln, fördert die Bundesregierung die Beratung von Betrieben und Bewerbern mit 9,7 Millionen Euro.
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Herzlich willkommen: Um mehr Azubis an Ausbildungsbetriebe zu vermitteln, fördert die Bundesregierung die Beratung von Betrieben und Bewerbern mit 9,7 Millionen Euro.

Personal

Hilfe bei Azubi-Suche: Willkommenslotsen bleiben an Bord

Die Bundesregierung fasst die Beratungsprogramme „Passgenaue Besetzung“ und „Willkommenslotsen“ zusammen und lässt sie bis 2027 weiterlaufen.

Mehr Azubis für KMU sind das Ziel: Ab dem 1. Januar 2024 startet das novellierte Bundesprogramm „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Mit 9,7 Millionen Euro werden Beratungskräfte in Kammern und Wirtschaftsorganisationen gefördert, die insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei der Besetzung ihrer offenen Ausbildungsplätze unterstützen.

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Aufgabe der Berater ist einerseits, den Betrieben die Suche nach Auszubildenden zu erleichtern, etwa durch Informationsveranstaltungen in Schulen, der Organisation von Speed Datings oder der Begleitung von Bewerbungsgesprächen. Gleichzeitig sollen sie bei Fragen oder Problemen helfen, die während der Ausbildung auftreten. In den vergangenen Jahren konnten so laut Ministerium rund 30.000 Azubis, davon etwa 10.000 mit Fluchthintergrund, an Betriebe vermittelt werden.

Damit wird aus zwei Förderprogrammes eines. Bislang kümmerten sich die Willkommenslotsen um die Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit, „Passgenaue Besetzung“ richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene ohne Flüchtlingsstatus.

Hintergrund der verlängerten Unterstützungsprogramme ist, dass die Bundesregierung aufgrund der beschlossenen Fachkräftestrategie mit mehr Einwanderung in den Arbeitsmarkt rechnet. Zudem bleiben auch viele inländische Jugendliche unversorgt: So waren laut Berufsbildungsbericht 2023 im vergangenen Jahr fast 69.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig fanden 22.700 junge Leute gar keine Ausbildung, weitere 37.700 hatten lediglich eine alternative Beschäftigung gefunden.

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