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Zimmerer arbeitet in der Sommerhitze auf dem Dach

Hitzewelle führt zu Verzögerungen am Bau

Die Wartezeiten auf Handwerkerleistungen sind ohnehin schon lang. Nun könnte die Hitzewelle die Situation noch weiter verschärfen.

Rekordsommer in Deutschland: Tagsüber ist es extrem heiß, nachts kühlt es kaum noch ab. Diese Temperaturen machen vielen Menschen hierzulande zu schaffen. Auch das Baugewerbe ächzt unter der Hitzewelle. Und das könnten bald auch viele Auftraggeber zu spüren bekommen.

Die hohen Temperaturen werden zu längeren Ausführungszeiten bei Bauvorhaben führen, fürchtet Giso Töpfer. Der Hauptgeschäftsführer des Baugewerbe-Verbandes Sachsen-Anhalt sagt: „Trotz aller Flexibilität unserer Bauunternehmen, der Verlegung der Arbeitszeiten in die frühen Morgenstunden, längerer und häufigerer Pausen, Rotationen oder Beschattung der Baustelle können viele Baustellen vor allem im Freien nicht fristgerecht abgearbeitet werden.“

Bauarbeiter erbrächten Höchstleistungen, aber körperlich schwere Arbeiten seien bei der Extremhitze nicht dauerhaft leistbar. „Da helfen auch Erfrischungsgetränke nicht viel“, meint Töpfer. Die Leistungsfähigkeit sinke insbesondere in den Nachmittagsstunden rapide.

Erschwerend hinzu kommt nach Einschätzung des Hauptgeschäftsführers die ohnehin dünne Personaldecke wegen der Ferien- und Urlaubszeit. Besonders betroffen seien Gewerke, die fast ausschließlich im Freien arbeiten. Als Beispiel nennt er Straßenbauer, Zimmerer, Dachdecker oder Maurer.

Wie kommen Sie bei der Arbeit mit der Hitze klar? Und was machen Ihre Leute, um trotz der Temperaturen möglichst leistungsfähig zu sein? Schreiben Sie uns an redaktion@handwerk.com oder kommentieren Sie hier! (red)

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