Turmsanierung Siebenburgenblick: 120 Arbeitsstunden flossen in das Projekt.
Foto: Schreinerei Magnus Laudert
Turmsanierung Siebenburgenblick: 120 Arbeitsstunden flossen in das Projekt.

Holzhelden

Alter Turm, fast wie neu

Mit den passenden Zuschnitten, Epoxidharz und viel Geduld hat dieser Innungsbetrieb einem Aussichtsturm zu neuer Tragkraft verholfen.

Freie Sicht auf historische Burgen, ein unverstellter Blick auf den Rhein: So eine spektakuläre Aussicht dürfen wohl die wenigsten Schreiner bei der Arbeit genießen. Für das Team der Schreinerei Magnus Laudert aus Oberdiebach in Rheinland-Pfalz war die Sanierung des Aussichtsturms Siebenburgenblick eine willkommene Herausforderung. „Es war schön, da oben an der frischen Luft zu arbeiten. Man hat einen klasse Ausblick“, sagt Schreinermeister Michael Zenner, einer der Mitarbeiter des Familienunternehmens.

Abwechslungsreiche Aufgaben ist der vierköpfige Innungsbetrieb gewohnt: Die Schreinerei plant Küchen, baut Massivholzmöbel und Treppen, installiert Fenster und Türen – und sie hat Erfahrung mit Renovierungsarbeiten in historischen Gebäuden. Beim Aussichtsturm Siebenburgenblick galt es vor allem, alle originalen Bauteile so weit wie möglich zu bewahren und ihnen ihre alte Tragfähigkeit zurückzugeben.

Faule Stellen gezielt ersetzt

Ganz einfach war die Aufgabe nicht. Holz­schutztechnisch war der Turm nicht optimal gebaut, erklärt Zenner: „Beim Bau wurde damals viel von oben genagelt, dadurch zog das Holz viel Wasser.“ So waren nicht nur in den Bodenstufen und Geländerteilen viele Stellen faul – sie ­wurden zum Teil komplett ersetzt –, auch tragende Balken waren stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Team der Schreinerei sanierte sie, indem es marode Stellen aus dem Holz schnitt und in der Werkstatt passende Ersatzstücke anfertigte.

Die neuen Passstücke wurden mit der 2-Komponenten-Holzreparaturmasse Dry Flex von Repair Care im Altholz wieder zu einer tragfähigen Holzkonstruktion verleimt. Bei einem Großteil der Sanierungsarbeiten griffen die Schreiner auf das Epoxidharz zurück. Wo die Sanierung Überstände hinterlassen hatte, wurde das frische Holz abgehobelt oder geschliffen, bis es sich perfekt in ursprüngliche Struktur eingefügt hat.

„Wir haben uns von unten nach oben durchgearbeitet und insgesamt 120 Arbeitsstunden investiert“, verrät Michael Zenner. Zum Schluss wurde der Turm einmal gut angeschliffen und anschließend von einem Maler gestrichen. Ein Spengler habe noch Metallarbeiten an der Brüstung gemacht. Nun können Besucher vom Aussichtsturm aus für viele weitere Jahre den einzigartigen Blick über das Obere Mittelrheintal genießen.

Der Blick vom Aussichtsturm Siebenburgenblick auf den Rhein.
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Der Blick vom Aussichtsturm Siebenburgenblick auf den Rhein.
Faule Stellen an den Balken wurden ersetzt.
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Faule Stellen an den Balken wurden ersetzt.
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Turmsanierung Siebenburgenblick: 120 Arbeitsstunden flossen in das Projekt.

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