Erfahrene Möbelbauer und Bautischler (v.l.): Ronny Jäger und Geschäftsführer Matthias Holland-Moritz.
Foto: Denny Gille
Erfahrene Möbelbauer und Bautischler (v.l.): Ronny Jäger und Geschäftsführer Matthias Holland-Moritz.

Inhaltsverzeichnis

Holzhelden

Wo Komfort auf Sicherheit trifft

Die Bau- und Möbeltischlerei Holland-Moritz kennt sich bestens mit Brandschutztüren und Fluchtwegtechnik aus. Dabei verarbeitet der Betrieb gerne Beschläge von Assa Abloy.

Eine ansprechende Möblierung, ein individueller Empfangstresen und die richtige Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung. In den Zimmern, Suiten und Hallen des 3-Sterne-Superior-Hotels Traumblick begegnet man unentwegt hochwertigen Tischlerarbeiten. Von der Fertigung der TV-Möbel in den Zimmern, der Wandgestaltung in den Schlafzimmern bis zur Ausstattung des Empfangsbereichs war die Tischlerei Holland-Moritz maßgeblich am Innenausbau des Hotels im thüringischen Oberhof beteiligt. Geschäftsführer Matthias Holland-Moritz und Tischlergeselle Ronny Jäger schauen regelmäßig wieder im Hotel vorbei. Nicht zum Vergnügen, sondern zur Wartung der Brandschutztüren. Denn die Tischlerei Holland-Moritz versteht sich nicht nur auf individuellen Möbelbau und Innenausbau, sondern bietet auch Leistungen als Bautischler an. So ist sie häufig zentraler Ansprechpartner für alle Tischlerarbeiten bei der Gebäudesanierung. „Bei den Architekten kommt das gut an“, erklärt Tischlermeister Matthias Holland-Moritz.

Effizient Arbeiten mit Assa Abloy

Bei der Installation von T0-Türen, Brandschutztüren und anderen Türsystemen setzt das Unternehmen vermehrt auf Beschläge der Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH. „Die Beschläge sind optisch ansprechend, haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und sie lassen sich effizient montieren und warten“, erklärt Matthias Holland-Moritz. Seit 2015 verbaut die Tischlerei Beschläge des skandinavischen Herstellers. Zu der Entscheidung kam es, weil viele Ausschreibungen barrierefreie Zugänge voraussetzen. „Damals war Assa Abloy der einzige Hersteller, dessen Türschließer die Anforderungen an barrierefreies Bauen ohne Umbauten oder zusätzliches Zubehör erfüllten“, erklärt Matthias Holland-Moritz. „Ein normaler Türschließer geht schwerer auf“, erläutert Tischlergeselle Ronny Jäger, der in der Tischlerei die rechte Hand des Chefs ist. Man müsse die Tür stark aufdrücken, was für Rollstuhlfahrer zu schwergängig sei. „Assa Abloy hatte bereits eine Öffnungsunterstützung integriert, damit ich weniger Kraft aufwenden muss zum Öffnen“, so Jäger. Heute verbaut das Unternehmen Türschließer, elektrische Türöffner und Fluchtwegtechnik der Skandinavier. Einen Vorteil im täglichen Umgang mit den Beschlägen sehen die Tischler beispielsweise im Türschließer DC700, der sich für T0-Türen wie auch für Feuer- und Rauchschutztüren eignet. Der Beschlag lässt sich ohne Veränderung auf der Bandseite, der Bandgegenseite und sowohl normal – Gleitschiene über dem Türschließer – als auch auf Kopf – Gleitschiene unter dem Türschließer – montieren. Über eine höhenverstellbare Achse gleicht er dabei Einbautoleranzen bis 14 Millimeter ohne Sonderteile aus.

Wartung mit gekonnten Handgriffen

Wie wartungsfreundlich der Türschließer ist, zeigt Ronny Jäger an einer der Brandschutztüren im Hotel Traumblick. Diese Version der DC700 ist mit einem Rauchschalter ausgestattet, der die Tür bei Rauchentwicklung automatisch schließt. Die Funktion prüft Jäger mit einem Prüfgas – schon löst der Rauchschalter die elektromechanische Feststellung der Tür und sie schließt sich. Anschließend entfernt Jäger die Blenden von Gleitschiene und Türschließer mit gekonnten Handgriffen, prüft das Innere auf Verschmutzungen und nimmt mit einem Sechskantschlüssel Feineinstellungen an Schließgeschwindigkeit, Öffnungsdämpfung und Schließkraft vor. Die Wartung von Brandschutztüren rundet das Leistungsspektrum der Tischlerei Holland-Moritz ab. Auch für diese Leistungen bewirbt sich die Tischlerei gezielt in Ausschreibungen. Die dazu nötigen Qualifikationen haben Matthias Holland-Moritz und Ronny Jäger in Lehrgängen bei Herstellern erworben, unter anderem bei Assa Abloy. In der Werkstatt des Unternehmens im thüringischen Steinbach-Hallenberg sieht man, dass die professionelle Türenmontage allerdings lange nicht die größte Spezialität des Unternehmens ist. „Bei uns ist eigentlich immer ein Mitarbeiter in der Werkstatt und dort vorwiegend mit der Möbelherstellung beschäftigt“, berichtet Matthias Holland-Moritz.

Der Weg zur Möbeltischlerei

Seit der Gründung des Familienunternehmens 1911 – nur mit Kreissäge und einfachen Werkzeugen – sind die Tätigkeiten der Tischlerei immer anspruchsvoller geworden. In der dritten Generation kam der Innenausbau mit Türen, Wand- und Deckenverkleidungen aus eigener Fertigung hinzu. „Das haben wir immer weiter ausgebaut“, erzählt Matthias Holland-Moritz, der das Unternehmen seit 1993 leitet. Heute ist die Tischlerei mit einem vielseitigen Maschinenpark zu dem unter anderem Kantenanleimmaschine, Altendorf, Dickenhobel, Plattensäge und Breitbandschleifmaschine zählen, bestens für den individuellen Möbelbau ausgestattet. Die meisten Aufträge generiert die Tischlerei Holland-Moritz im öffentlichen Bereich. Das 7-köpfige Team arbeitet für Schulen, Kindergärten, Pflegeheime, Verwaltungen und Krankenhäuser. So sind beispielsweise individuelle Möbel und Spiellandschaften für mehrere Kindergärten im nahegelegenen Erfurt entstanden. Häufig kommen die Designvorgaben von den Architekten, doch der Betrieb setzt auch eigene CAD-Entwürfe für seine Auftraggeber um. „Ich wollte unseren Familienbetrieb stärker in Richtung kreatives Handwerk ausbauen“, erklärt der Tischlermeister. „Das ist uns gelungen – und das macht uns stolz.“

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