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E-Learning

Im Internet flexibel lernen

E-Learning kann eine zeitsparende Alternative sein. Handwerksorganisationen basteln derzeit an neuen Lösungen.

E-Learning kann eine zeitsparende Alternative sein. Handwerksorganisationen basteln derzeit an neuen Lösungen.

Flexibel, preisgünstig und jederzeit verfügbar: Das Lernen am Computer hat die Bedingungen für Handwerker, die sich weiterbilden wollen, grundlegend verändert. Wann immer er Zeit hat, startet der E-Learner sein Programm und klickt sich die Inhalte in appetitlichen Häppchen auf den Bildschirm. Über das Internet kann er auch mit seinem Dozenten oder mit anderen Lehrgangsteilnehmern in Kontakt treten.

Am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (bfe) mit Sitz in Oldenburg können Meisterschüler auf diese Weise ihre Vollzeitausbildung erheblich verkürzen. Das bfe bietet E-Learning-Module für angehende Elektrotechnik-Meister, Informationstechniker-Meister und Elektromaschinenbau-Meister an. Für die Teile 1 und 2 der Meisterprüfung pauken die Teilnehmer zunächst als E-Learner in rund fünf Monaten die fachtheoretischen Grundlagen. Fünfmal müssen sie während dieser Zeit auch vor Ort die Schulbank drücken, und zwar jeweils von Freitagnachmittag bis Samstag. Der anschließende Vollzeitlehrgang dauert dann nicht mehr neun, sondern nur noch sechs Monate.

"Das Angebot stößt auch bei den Firmenchefs auf positive Resonanz, weil sie ihre Mitarbeiter nicht ganz so lange freistellen müssen", sagt der stellvertretende Direktor des bfe Oldenburg, Thorsten Janßen. Ganz ohne Präsenzphasen funktioniere E-Learning allerdings nicht. "Das ist zu unpersönlich, und zur Meisterausbildung gehören ja auch praktische Fertigkeiten, die am Bildschirm kaum zu vermitteln sind."

Dem "Blended Learning", der Verbindung von Präsenz- und Online-Lernen, räumt auch Dr. Beate Kramer von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) in Düsseldorf die größten Zukunftschancen ein. "Das wird sich durchsetzen, zumindest bei den längeren Lehrgängen." Um E-Learning im Handwerk zu etablieren, hat die ZWH ein Netzwerk aufgebaut. Mit im Boot sind zur Zeit rund 35 Handwerksinstitutionen, darunter auch das bfe Oldenburg. Gemeinsam mit diesen Partnern entwickeln die Düsseldorfer laufend neue E-Learning-Kurse. So entsteht ein Pool von Inhalten, aus dem sich jeder Bildungsträger gegen Gebühr bedienen kann. Bis Ende des Jahres sollen Kramer zufolge unter anderem die E-Learning-Varianten für den dritten Teil der Meisterqualifizierung und für die Ausbildung zum Betriebsinformatiker fertig sein. Und zur Jahresmitte 2005 werde auch der "Betriebswirt im Handwerk" endlich auf virtuelle Beine gestellt. (Nähere Informationen zu den verschiedenen Online-Lehrgängen finden sich im Internet unter www.q-online.de.)

Neue Lernangebote in Umlauf bringen will auch Ute Labinsky von ProZept e.V. in Oldenburg, die ein Projekt zum "E-Learning in Mikro- und Kleinunternehmen" leitet. Zunächst will Labinsky jedoch genau wissen, was Mittelständler überhaupt für Erwartungen an E-Learning haben. Unter www.elmiku.de (Menüpunkt Online-Befragung) hat sie daher einen Fragebogen ins Netz gestellt. "Mittelständler wurden bislang als Zielgruppe des E-Learning eher vernachlässigt", so Labinsky. Das solle nun anders werden.

Links:

www.bfe-oldenburg.de

www.q-online.de

www.elmiku.de

E-Learning: Gratis-Programm erleichtert den Einstieg

Für alle, die wissen wollen wie E-Learning genau funktioniert, gibt es nun im Internet eine kostenlose Einführung: "E-Learning eine interessante Art zu lernen" heißt das Lernprogramm, das die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) zusammen mit dem Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik in Oldenburg entwickelt hat.

Die Nutzer des Programms können zwei Lernende durch ihren Online-Lehrgang begleiten. Sie erfahren dabei, wie so ein Lehrgang aufgebaut ist und welchen Nutzen er den Teilnehmern bringt. Darüber hinaus erhalten sie wichtige Hinweise zur Beurteilung der Qualität von Online-Lehrgängen. Veranschaulicht werden die Inhalte über Animationen, Erklärungen und interaktive Aufgaben. Zu finden ist das Lernprogramm unter der Adresse www.q-online.de

Neben der Online-Variante ist bei der ZWH in Düsseldorf auch eine CD-ROM-Version erhältlich. Kontakt: Holger Trost, Tel. (0211) 302009-17

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