Handwerk Archiv
Foto: handwerk.com

Inkasso: Die Kosten

Inkasso: Die Kosten

Inkasso ist eine Dienstleistung, die ihren Preis hat. Durchschnittlich fünf bis sieben Prozent der einzutreibenden Summe beträgt die Gebühr der Inkassounternehmen. Hat das Inkassounternehmen Erfolg, zahlt der Schuldner die Kosten. Gibt das Inkassounternehmen den Fall erfolglos ab, wird der Gläubiger zur Kasse gebeten.

Inkasso ist eine Dienstleistung, die ihren Preis hat. Durchschnittlich fünf bis sieben Prozent der einzutreibenden Summe beträgt die Gebühr der Inkassounternehmen. Auf Wunsch verfolge das Inkassounternehmen den Fall auch schon mal 30 Jahre, kassiere dann aber auch 50 Prozent der eingehenden Zahlungen. Hat das Inkassounternehmen Erfolg, zahlt der Schuldner die Kosten. Gibt das Inkassounternehmen den Fall erfolglos ab, wird der Gläubiger zur Kasse gebeten.

Gebühren sind verhandelbar

Inkasso-Unternehmen orientieren sich nach Auskunft des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) an einer Tabelle, die folgende Gebühren vorsieht: Bei einer Forderung von 1200 Mark entstehen Inkassogebühren von 103 Mark, bei 10.000 Mark sind es 635 Mark und bei 100.000 Mark fallen 2 165 Mark an. Diese Tabelle ist jedoch nicht verbindlich, die Gebühren sind frei verhandelbar.

Angebote der Handwerksorganisationen

Inkassohilfe durch Handwerksorganisationen wird sehr unterschiedlich berechnet. So ist das einfache Mahnschreiben bei der Kreishandwerkerschaft Oldenburg für Innungsmitglieder kostenlos, und erst für ein gerichtliches Verfahren entstehen Kosten.

Die Kreishandwerkerschaft Peine erhebt beispielsweise für eine Hauptforderung von 1.200 Mark Inkassogebühren von 60,66 Mark, bei einer Schuld von 10.000 Mark fallen 334,69 Mark und bei 100.000 Mark 1195,31 an. Geht die Angelegenheit vor Gericht, werden darüber hinaus für die 1.200-Mark-Forderung 67,50 Mark berechnet, für eine Forderung von 100.000 Mark sind es 1.593,75 Mark.

Die Handwerkskammer Magdeburg bietet kein direktes Inkasso an, berät ihre Mitglieder aber bei der Durchsetzung von Forderungen und gibt Hilfestellung beim Mahnverfahren, etwa beim Ausfüllen eines Mahnbescheides. #8222;Inkassostellen einzurichten ist vor dem Hintergrund schwierig, dass die Gerichte im Raum Magdeburg im Unterschied zu manchen anderen Regionen die Inkassokosten nicht als außergerichtliche Mahnkosten ansehen", erklärt Cordula Friepörtner, Leiterin der Rechtsabteilung der Handwerkskammer Magdeburg. Das bedeutet, dass sie nicht gerichtlich vom Schuldner eingefordert werden können. Wenn sich abzeichnet, dass es ohne Richterspruch ohnehin kein Geld gibt, verkürze sich der Weg eher, wenn gleich eine Klage eingereicht werde, erklärt die Handwerkskammer Magdeburg.

Einen Überblick zum Thema Inkasso geben die folgenden Artikel:

Inkasso: Das Verfahren

Inkasso: Die Erfolgsaussichten

Inkasso: Die Anbieter

Inkasso: Leserstimmen zum Thema

Ihre Erfahrungen

Und wie sind Ihre Erfahrungen mit Inkassounternehmen? Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Gesetz zur Verbesserung der Zahlungsmoral gemacht? Kennen Sie noch andere Wege, säumige Zahler zur Kasse zu bitten?

Sie erreichen uns unter redaktion@handwerk.com oder unter Telefon (05 11) 85 50-24 39 (Jörg Wiebking).

Frustriert von der Mitarbeitersuche?

handwerk.com und die Schlütersche helfen Ihnen Ihre offenen Stellen einfach, zeit- und kostensparend mit den richtigen Kandidaten zu besetzen! Mehr als 500 Betriebe vertrauen der uns bei der Mitarbeitersuche!

Jetzt Bewerber finden!

Wir haben noch mehr für Sie!

Praktische Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte von Kollegen gibt es dienstags und donnerstags auch direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an - schnell und kostenlos!
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.

Wenn Kunden nicht zahlen

Erst Inkasso oder gleich zum Anwalt?

Wenn Handwerker offene Rechnungen eintreiben wollen, haben sie die Qual der Wahl: Inkassounternehmen und Anwälte bieten ihre Hilfe an. Doch wer hat die besseren Erfolgsaussichten? Und welche Variante ist die kostengünstigere?

    • Unternehmensfinanzierung

Steuern

Wann sich Betriebsprüfer für Kleinbetriebe interessieren

Rein rechnerisch müssen Kleinstbetriebe Betriebsprüfungen nicht fürchten. Durchschnittlich sollten sie nur alle 92 Jahre Besuch vom Prüfer bekommen. Warum es kleine Handwerker dennoch erwischen kann, erfahren Sie hier.

    • Steuern

Forderungsmanagement

Inkasso: Auf der Jagd nach dem Kleckerbetrag

Wenn Betriebe auf ihren Rechnungen sitzenbleiben, beginnt eine ungeliebte Arbeit. Die gute Nachricht: Es gibt eine Alternative zum eigenen Inkasso – auch bei Kleinbeträgen.

    • Forderungsmanagement

Corona

Pfändung von Corona-Soforthilfe ist unzulässig

Das Finanzamt darf Beträge aus der Corona-Soforthilfe nicht pfänden, wenn die Gläubigeransprüche vor dem 1. März 2020 entstandenen sind.

    • Corona, Steuern