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Aus der Praxis

Jeden Morgen ein Meeting

Ohne die tägliche Besprechung würde in seiner Tischlerei nichts laufen. Eine Stunde höchste Konzentration vom ganzen Team – das verlangt Tischlermeister Bernd Linke. Und greift bewusst auch andere Themen in Meetings auf.

Ohne Besprechungen kein reibungsfreier Tagesablauf: - Wie in vielen Handwerksbetrieben berät sich auch Tischlermeister Linke täglich mit seinem Team.
Wie in vielen Handwerksbetrieben berät sich auch Tischlermeister Linke täglich mit seinem Team.
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Schon vor 7 Uhr am Morgen sitzen seine Leute im Besprechungsraum. Punkt 7 geht’s los: „Was war gestern noch los auf den Baustellen, was steht heute an und was muss noch geklärt werden? Alles das beschäftigt mich und mein Team jeden Morgen“, berichtet der Tischlermeister aus Magdeburg. Er muss wissen, wie weit die Aufträge sind, denn ab acht Uhr rufen ihn Kunden an und fragen, wann es weitergeht.

„Für uns ist diese Besprechung keine Belastung, sondern sie dient der Transparenz für das gesamte Team und für den Kunden“, sagt Linke. Bis etwa acht Uhr ist alles besprochen und die Teams machen sich auf den Weg zur eigentlichen Arbeit.

Wenn Schulungen und Weiterbildungen anstehen, spricht der Chef von zehn Mitarbeitern seine Leute persönlich an. „Die Unterlagen für die Schulungen lege ich aus, jeder kann schauen, was für ihn interessant sein könnte“, sagt er. Und dann wird ein Gesprächstermin gefunden, in dem es nur um das spezielle Thema geht.

Auch zwischen Tür und Angel laufen täglich Gespräche ab – über Kunden und Aufträge. Das versuche der Chef immer so kurz wie möglich zu halten. „Aber immer gelingt das nicht. Denn bestimmte Informationen müssen einfach transportiert werden. Die brauchen wir für unsere Arbeit und der Kunde muss auch Bescheid wissen.“

Und das zahlt sich aus: In der Morgenrunde hat Linke oft Grund, sein Team zu loben, weil Kunden per E-Mail oder Post eine Danksagung geschickt haben, weil sie sehr zufrieden mit der Arbeit waren.

Haben Mitarbeiter sonstige Anliegen, was Personalentwicklung oder Ähnliches angeht, hat der Unternehmer auch ein offenes Ohr. „Dafür nehme ich mir immer Zeit“, sagt Linke. Zwei Mitarbeiter haben beispielsweise schon die Meisterschule besucht.

Und ein angestellter Meister wird demnächst nach sieben Jahren bei ihm im Betrieb woanders anfangen. „Er will sich weiterentwickeln und das kann ich ihm hier nicht anbieten“, erklärt der Tischlermeister.


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(ja)
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