49 Prozent aller Flüchtlinge, die nach 2013 nach Deutschland gekommen sind, gehen fünf Jahre nach ihrem Zuzug einer Erwerbstätigkeit nach.
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Politik und Gesellschaft

Jeder zweite Flüchtling hat nach 5 Jahren einen Job

Die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen hat sich seit den 90er Jahren leicht verbessert. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ermittelt.

49 Prozent aller Flüchtlinge, die nach 2013 nach Deutschland gekommen sind, gehen fünf Jahre nach ihrem Zuzug in die Bundesrepublik einer Erwerbstätigkeit nach. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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Das IAB vergleicht die Beschäftigtenquote mit der der frühen 1990 Jahre, als etwa infolge der Jugoslawienkriege Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Damals gingen demnach nur 44 Prozent der Flüchtlinge nach fünf Jahren einer Beschäftigung nach. Und das, obwohl hinsichtlich Sprache, Bildung und Ausbildung die Beschäftigungsvoraussetzungen in den 90er Jahren besser gewesen seien als derzeit.

Die aktuell höhere Beschäftigtenquote der Flüchtlinge führt das IAB auf die wesentlich geringere Arbeitslosigkeit und das höhere Beschäftigungswachstum zurück. Zudem werde seit 2015 deutlich mehr in Sprach- und andere Integrationsprogramme für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge investiert als damals.

Von den erwerbstätigen Flüchtlingen gingen laut aktueller Befragung 68 Prozent einer Vollzeit- oder Teilerwerbstätigkeit nach. 17 Prozent machten eine bezahlte Ausbildung, drei Prozent ein bezahltes Praktikum und zwölf Prozent seien geringfügig beschäftig.

Die Daten basieren auf einer repräsentativen Wiederholungsbefragung, für die bislang rund 8.000 Flüchtlinge befragt wurden, die zwischen 2013 und 2016 nach Deutschland kamen. In diesem Zeitraum ist die Bevölkerung mit Fluchthintergrund in Deutschland laut IAB um 1,2 Millionen Personen gewachsen.

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