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Steuern

Jetzt Belege vernichten?

Aufbewahrungsfristen für Steuerbelege dauern oft länger, als Sie glauben.

Aufbewahrungsfristen für Steuerbelege dauern oft länger, als Sie glauben.

Unternehmer sind verpflichtet, steuerlich relevante Unterlagen und Quittungen zwischen sechs und zehn Jahre aufzubewahren. Doch wann enden diese Fristen genau? Die Sechs- oder Zehnjahresfrist beginnt erst mit Beginn jenes Jahres, in dem die Unterlagen letztmals verwendet wurden. Das bedeutet: Steuerlich relevante Unterlagen des Jahres 1995, die zehn Jahre aufzubewahren sind, dürfen nicht automatisch am 1. Januar 2006 entsorgt werden. Wurde der Jahresabschluss 1995 erst 1996 erstellt, dürfen Betriebsinhaber die Unterlagen frühestens am 1. Januar 2007 vernichten.

Doch Vorsicht: Selbst wenn die Aufbewahrungspflicht bereits abgelaufen ist, bedeutet das nicht automatisch einen Freibrief, diese Unterlagen sofort durch den Schredder zu jagen. Läuft nämlich noch eine Betriebsprüfung für das betreffende Jahr, hemmt das die Aufbewahrungsfrist. Die Unterlagen dürfen dann erst mit Abschluss der Prüfung entsorgt werden.

Können Sie auf Anfrage Belege und Rechnungen alter Jahre nicht mehr vorlegen, obwohl die Aufbewahrungspflicht noch nicht abgelaufen ist, drohen die Kürzung von Betriebsausgaben und die Zuschätzung von Einnahmen.

Nur in einem Fall drückt der Fiskus ein Auge zu: Hochwasser-Opfer wie im August in Bayern sind von dieser Regel ausgenommen.

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Steuern

Aufbewahrungsfristen 2022: Diese Unterlagen können weg!

Aufbewahren oder entsorgen? 7 Tipps zeigen, welche Rechnungen, Unterlagen und Belege Sie 2022 vernichten können.

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Aufbewahrungsfristen beachten

Papiere nicht vorschnell entsorgen!

Von wegen ausmisten: Im Handwerker-Büro müssen Sie genau hinschauen, welche Papiere Sie vernichten. Bis zu zehn Jahre müssen Sie bestimmte Unterlagen aufheben – sonst drohen hohe Strafen. Diese Papiere gehören nicht in den Reißwolf.

So lange kann es dauern, bis schwere Steuerstraftaten verjähren. Den Tätern drohen schwere Strafen.
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Steuern

Steuerhinterziehung verjährt jetzt erst nach 30 Jahren

Die strafrechtliche Verjährungsfrist für Steuerhinterziehung steigt in schweren Fällen – auf maximal 30 Jahre. Treffen kann das auch Handwerksbetriebe.

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Futter für den Reißwolf

Wer Belege digital archiviert, darf die Zettel vernichten. Vorausgesetzt, die Technik ist "revisionssicher". Nur: Was heißt das?

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