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Rettungsring schwimmt im Wasser. Darin befinden sich einie 50-Euro-Scheine.

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Frisches Geld für Unternehmen

Jetzt Überbrückungshilfe beantragen mit dem Steuerberater

Ab sofort können Sie einen Antrag auf Überbrückungshilfe stellen. Was Ihr Steuerberater dafür tun muss und was Sie das kostet, erfahren Sie hier.

Auf einen Blick:

  • Die Plattform für die Antragstellung der Überbrückungshilfe für Betriebe steht.
  • Betriebe können ab sofort über ihre Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Anträge auf der Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen.
  • Wie der Steuerberater diese Leistung abrechnet, hängt von Ihren Unterlagen ab und davon, was sie aushandeln: eine Pauschale oder einen Stundensatz.
  • Bearbeitet und ausgezahlt werden die Gelder von den Förderbanken der Länder.
  • Ein Steuerberater rät Betrieben: Geben Sie realistische Prognosen für die Umsatzschätzung ab!

Die Überbrückungshilfe ist Teil des Konjunkturpaketes, das die Bundesregierung für Betriebe mit Corona-bedingten Umsatzausfällen beschlossen hat. Wer antragsberechtigt ist und wie der Prozess der Antragstellung abläuft, hat die Bundesregierung auf der Website www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de zusammengetragen.

Dort müssen sich Steuerberater registrieren und reichen nach Erhalt der Zugangsdaten die Anträge für die Betriebe ein.

Jetzt beantragen: Frische Corona-Hilfe vom Staat

Ab sofort können Betriebe mit Corona-bedingten Umsatzeinbußen frisches Geld beantragen. Die Überbrückungshilfe ist startklar, die Antragsplattform jetzt online.
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Steuerberater sind gut vorbereitet

„Wir sind bereit, Betriebe bei dem Antragsprozess zu unterstützen“, sagt Fritz Güntzler, Präsident der Steuerberaterkammer Niedersachsen. Seine Kollegen seien gut vorbereitet. Ein Großteil der Handwerksbetriebe habe bereits einen festen Steuerberater, über den die Abwicklung der Anträge erfolgen kann. Güntzler versichert aber auch: „Wir werden jedem Betrieb, der noch keinen Berater hat, unterstützen können.“

Was kostet der Antrag durch den Steuerberater?

Güntzler rät Betrieben, ihre Unterlagen so gut wie möglich vorzubereiten, um Kosten zu sparen. „Fragen Sie nach, was die Antragstellung kostet“, empfiehlt Güntzler. Einige Steuerberater würden dafür einen Pauschalpreis verlangen, andere einen Stundensatz, der variieren kann. „Bei bestehenden Verträgen sind die Stundensätze vertraglich geregelt“, stellt er klar. Auch die Bearbeitungsdauer richte sich danach, wie gut Betriebe vorgearbeitet haben. „Wer seine Unterlagen zusammen hat, nimmt den Kollegen Arbeit ab und beschleunigt den Prozess“, betont der Steuerberater.

Realistische Prognosen sind wichtig

Noch einen Tipp gibt Güntzler Betrieben, die Überbrückungshilfe beantragen wollen: „Seien Sie ehrlich.“ Bei der Corona-Soforthilfe hätten viele Betriebe ohne Nachdenken Gelder beantragt. Die Rückzahlungen führten zu großem bürokratischem Aufwand. „Jeder ist gut beraten, genau zu durchdenken, ob die Umsätze wirklich dramatisch einbrechen werden“, sagt der Steuerberater. Auch wenn in dem neuen Verfahren eine Instanz dazwischengeschaltet ist, bedeute das nicht weniger Aufwand bei der Antragsbearbeitung, betont er.

Viele Branchen gut aufgestellt

Wie viele Betriebe tatsächlich die Überbrückungshilfe beantragen werden, sei momentan nicht abzuschätzen, sagt Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen. „Momentan gehen wir davon aus, dass der Großteil der Betriebe weitergearbeitet hat und nicht auf die erneuten Hilfen angewiesen ist.“

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