Schornsteinfegermeister Andreas Ließke will die Nutzfläche eigentlich nicht ausmessen müssen. Das ganze Verfahren zur Kfz-Steuer mache nur unnötige Arbeit.
Foto: privat

Mit dem Zollstock gegen den Zoll

Kfz-Steuer: Für den Zoll ist dieser Mercedes-Sprinter ein Pkw!

Mehrarbeit für Betriebe und Zusatzkosten für Kunden: Dieser Handwerksmeister wehrt sich gegen die neuen Kfz-Steuer-Bescheide vom Zoll – zur Not mit dem Zollstock.

Inhaltsverzeichnis

Zweifel an der Berechnungsmethode

Kritisch sieht Ließke auch die Bewertung eines Wagens als Pkw oder Lkw anhand der Flächenaufteilung der Nutzfläche. „Dann müsste man konsequenterweise nach Kubikmetern entscheiden und nicht nach Quadratmetern. Das wäre gerechter.“ Denn das Ladevolumen sei für Handwerker mindestens genauso wichtig und sage wesentlich mehr über die mögliche Verwendung aus als der Anteil an Sitzfläche.

Handwerker plant Gegenwehr

Falls Andreas Ließke mit seinem Einspruch keinen Erfolg hat, will er gegen das Verfahren gerichtlich vorgehen. „Ich bin bereit, das durch alle Instanzen auszuklagen“, warnt der Schornsteinfegermeister.

Unabhängig davon plane er eine Onlinepetition, um den Gesetzgeber zu Korrekturen zu bewegen: „Wenn das Handwerk wirklich die Wirtschaftsmacht von nebenan ist, sollten doch genügend Unterschriften zusammenkommen.“

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