Größere Projekte lassen sich in Kooperationen stemmen.
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Kooperation

Kleiner Betrieb, großes Projekt? Das geht im Netzwerk!

Tischlermeister Alexander Hasse aus Hannover ist Mitglied im Netzwerk Premiumhandwerker. Kunden und Unternehmen profitieren davon.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Das Netzwerk Premiumhandwerker bietet verschiedene Leistungen aus einer Hand an. Der Kunde hat nur einen Ansprechpartner.
  • Formal gehen die Betriebe getrennt vor. Jeder kalkuliert ein eigenes Angebot, jeder stellt seine Rechnung.
  • Vertrauen und gemeinsame Werte bilden die Grundlage des Netzwerks.
  • Auch außerhalb der Arbeit gibt es regelmäßigen Kontakt.

Kleiner Betrieb, großer Auftrag? Das geht, wenn der Unternehmer auf ein Netzwerk zurückgreifen kann, das ihn unterstützt. So wie Alexander Hasse: Der Tischlermeister aus Langenhagen bei Hannover hat mit anderen Gewerken das Netzwerk Premiumhandwerker aufgebaut. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Kundenaufträge aus einer Hand zu bedienen.

So funktioniert das Netzwerk

Ein Beispiel: Wenn jemand ein komplettes Haus oder eine Eigentumswohnung renovieren will, muss er mehrere Gewerke zusammenbringen. Das kann stressig werden. „Dieses Problem nehmen wir ihm ab“, sagt Alexander Hasse. Der Vorteil für den Kunden: Er hat nur einen Ansprechpartner, die Handwerker klären untereinander, wer wann auf die Baustelle kann. Der Vorteil für die Netzwerker: anspruchsvolle und gut koordinierte Projekte. In Planung ist auch ein verstärktes gemeinsames Marketing, die gemeinsame Website premiumhandwerker.de ist derzeit in Arbeit.

So arbeiten Handwerker erfolgreich im Netzwerk

Wer sich an einer Handwerkskooperation beteiligt, kann sehr profitieren. Was dabei zu beachten ist, erklärt Julia Maxi Bauer vom ITB.
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Formal bleiben die Handwerker hingegen getrennt – jeder kalkuliert ein eigenes Angebot, jeder stellt eine eigene Rechnung. „Das ist schon wegen der Gewährleistung unbedingt nötig“, so Hasse.

Das Netzwerk wuchs mit den Anforderungen auf den Baustellen

„Das Netzwerk ist langsam gewachsen“, berichtet der Tischler, der sich 2013 selbstständig mit der Tischlerei woodlife gemacht hat und seit vier Jahren im Netzwerk dabei ist. „Es hat sich immer dann erweitert, wenn wir ein neues Gewerk für eine Baustelle brauchten.“ Im Kern sind es jetzt sechs Standardgewerke – Tischler, Maler, Glaser, Klempner, Elektriker und Gebäudereiniger. Bei Spezialaufträgen kommen bis zu sechs weitere – etwa Metallbauer oder Maurer – hinzu.

„Unsere Zusammenarbeit basiert vor allem auf Vertrauen und gemeinsamen Werten“, sagt Alexander Hasse. Alle Mitglieder im Netzwerk wollen Premiumqualität abliefern, das verbindet. „Jeder arbeitet für den Kunden so, wie er auch für sich arbeiten würde“, erklärt Hasse den Anspruch.

Treffen außerhalb der Arbeit verbinden die Handwerker

Vertrauen haben auch die Kunden in die Leistung der verschiedenen Betriebe: „Wir bieten Komplettpakete an“, erläutert Hasse. Den „klassischen“ All-Inclusive-Service, bei dem der Auftraggeber über einen Ansprechpartner den Auftrag an alle erteilt und mit der Koordinierung der Gewerke nichts zu tun hat. Oder das Urlaubspaket: „Der Kunde gibt uns seinen Schlüssel und fährt in den Urlaub. Wenn er zurückkommt, ist alles fertig“, beschreibt Hasse das Konzept.

Auch außerhalb des beruflichen Netzwerkes treffen sich die Handwerker: „Wir sehen uns regelmäßig zum Essen und sprechen über andere Dinge als die Arbeit“, so Hasse. Aber auch bei Fragen rund um den Betrieb können die anderen oft helfen, sich gegenseitig Tipps geben. „Als Selbstständiger hat man oft die gleiche Perspektive, das verbindet. Wir sind wie eine Familie“, sagt der Tischler.

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