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Umsetzung der Digitalisierung

Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Hilfe für Betriebe

Digitale Prozesse, Vertriebskanäle, Automatisierung, Softwareeinsatz und moderne Kommunikation: Bei dem Thema Digitalisierung will ein Kompetenzzentrum Betriebe unterstützen. Der Expertenrat ist kostenlos.

Betriebe haben es in der Hand: - Wer Unterstützung bei Themen rund um die Digitalisierung braucht, kann sich beim Kompetenzzentrum Digitales Handwerk melden.
Wer Unterstützung bei Themen rund um die Digitalisierung braucht, kann sich beim Kompetenzzentrum Digitales Handwerk melden.
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Handwerk ohne Digitalisierung, das funktioniert heute kaum mehr. Deshalb hat Anfang April das „Kompetenzzentrum Digitales Handwerk“ seine Arbeit aufgenommen. Das Ziel: Handwerksunternehmer über den Einsatz von digitaler Technologie informieren und bei der praktischen Umsetzung helfen. „Wir wollen Betriebe für das Thema Digitalisierung sensibilisieren“, sagt Karen Bartelt, vom Heinz-Piest-Institut (HPI) für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover. Das HPI koordiniert die Aktivitäten der Schaufensterpartner und bildet die Schnittstelle zu den Handwerksorganisationen. „Wir wollen mit interessierten Betrieben analysieren, wie sie in Sachen Digitalisierung aufgestellt sind. Welchen Weg sie in Zukunft gehen können, wollen wir mit ihnen erarbeiten“, betont Bartelt.

Das Projekt Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, das die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und im Handwerk vorantreiben soll.

Jeder Handwerksbetrieb kann Hilfe des Kompetenzzentrums in Anspruch nehmen und Kontakt zu einem der vier regionalen „Schaufenster“ aufnehmen. Diese sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt und haben verschiedene Schwerpunkte. (Informationen und Ansprechpartner siehe unten)

Was leisten die Schaufenster?

  • Telefonische Auskunft: Hat ein Betrieb ein konkretes Anliegen, kontaktiert er einen Ansprechpartner in seiner Region – auch wenn das Thema nicht explizit diesem Schaufenster zugeordnet ist. Nach der ersten Prüfung des Themas wird entschieden, wie Betrieb und Experten zusammenfinden. Kontaktdaten finden Sie unter www.handwerkdigital.de
  • Infoveranstaltungen, Fachveranstaltungen, Unternehmerabende in den Schaufenstern, von Transferpartnern oder in Kammern und Verbänden. Jeder Betrieb kann daran teilnehmen.
  • Alle Ergebnisse der Arbeit des Kompetenzzentrums, wie Checklisten, Info-Filme und Leitfäden werden über eine Mediathek auf der projektbegleitenden Homepage bereitgestellt.
    Seminare, Webinare, eLearning-Plattformen.
„Unser Team steht im ständigen Austausch miteinander, so dass in jeder Region Kompetenzen zu unseren vier Schwerpunktthemen vorhanden sind“, versichert Karen Bartelt. Die Kompetenzzentren und deren Partner sind untereinander vernetzt, es findet regelmäßiger Wissensaustausch statt.

Leuchtturmprojekte als Praxisbeispiele
Noch in diesem Jahr wird es eine Ausschreibung für sogenannte „Umsetzungsprojekte“ geben, berichtet Karen Bartelt. Betriebe, die schon klare Vorstellungen von neuen Prozessen oder Strategien für ihre Betriebe haben und diese mithilfe des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk umsetzen wollen, können sich gezielt bewerben.
Voraussichtlich bis Ende des Jahres sollen die Betriebe von einer Jury nach bestimmten Kriterien ausgewählt werden. Zahlenmäßig begrenzte Projekte werden dann gemeinsam umgesetzt – die Arbeitsleistung der Mitarbeiter der Kompetenzzentren ist dabei kostenfrei. Neue Anschaffungen in der Produktion, neue Technik oder andere Aufwände externer Firmen müssen die Handwerksbetriebe selbst finanzieren. Die umgesetzten Vorhaben gelten als Beispiele für andere Betriebe. Somit haben alle anderen Handwerksunternehmen die Möglichkeit, sich daran zu orientieren oder ähnliche Ansätze zu wählen.

Die Zeitung Norddeutsches Handwerk und handwerk.com wird einen der ausgewählten Betriebe begleiten, der ein Projekt mit dem Kompetenzzentrum umsetzt. Wir berichten.

Ansprechpartner in den Schaufenstern

Schaufenster Nord: BFE Oldenburg, zuständig für Informations- und Kommunikationstechnik, z.B.: Softwareeinsatz, Prozess-Sicherheit, eBeschaffung, eVergabe, eRechnung, Datensicherheit und –speicherung, Vernetzung; Kontakt: Thorsten Janßen, Tel. 0441-34092 109

Schaufenster Ost: HWK Dresden, zuständig für IT-gestützte Geschäftsmodelle, z.B: ganzheitliche digitale Geschäftsmodelle, Erweiterung des Dienstleistungsspektrums, etwa die Einrichtung eines Online-Shops, Zukunftsmärkte wie Smart Home, Smart Grid, AAL; Kontakt: Heidi Barzik, Tel. 0351-4640 504

Schaufenster Süd: HWK Oberfranken, zuständig für Produktions- und Automatisierungstechnologien, z.B.: Rapid Product Development, 3D-Druck, digitale Messtechniken, digital bedienbare Maschinen, Vernetzung von Maschinen und Anlagen mit der Gebäudetechnik, Robotik; Kontakt: Johanna Erlbacher Tel. 0921-910 281

Schaufenster West: HWK Koblenz, zuständig für Digitale Prozesse, z.B.: Sichere mobile Geschäftsprozesse, Kundenorientierung, Effektivität und Effizienz, Prozess-Aufnahme, Dokumentation und –visualisierung; Kontakt: Kristina Schmidt, Tel. 0261-398 583

Weitere Informationen unter www.handwerkdigital.de


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