Handwerker Lars Gauster testet in ZDF-Sendung  „No-Name oder Marke?“  Thermomix.
Foto: Lars Gauster, Reinhard Klingele

Panorama

Meister testet im ZDF: „Riecht nach Motor!“

Lars Gauster kennt sich mit Qualitätsmängeln von Haushaltsgeräten bestens aus. Das hat ihn jetzt ins ZDF gebracht. Aufgabe: ein Qualitätscheck der Küchenmaschine Thermomix und seiner Alternativen.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Informationstechnikermeister Lars Gauster ist als Fachmann für Thermomix-Reparaturen deutschlandweit bekannt geworden.
  • Für das ZDF durfte er nun wieder Küchengeräte testen. Trotz begrenzter Testmittel konnte er unter den Kandidaten auch ein mangelhaftes Gerät ausfindig machen.
  • Fazit vom Tester: Auch billig kann gut sein – und Fernsehauftritte lohnen sich fürs Geschäft.

Mit Youtube ist Informationstechnikermeister Lars Gauster deutschlandweit bekannt geworden. Der Unternehmer aus Dannenberg repariert im Gauster-Haus Haushaltsgeräte – und die Besucher seines Youtube-Kanals dürfen jeden Schritt mitverfolgen.

Bekannt mit Thermomix-Reparaturen

Besonders beliebt: seine Reparaturvideos der populären Küchenmaschine Thermomix. „Im letzten halben Jahr haben wir wieder 70 Thermomix-Geräte repariert“, erzählt Gauster. So hat auch das ZDF den Meister entdeckt und in die Sendung „No-Name oder Marke?“ eingeladen. Den Test sehen Sie hier (Minute 08:35 bis 14:25).

Aufgabe: Als Teil eines Tester-Trios soll Gauster den Thermomix und die Alternativen von Aldi und Lidl unter die Lupe nehmen. Die Fragestellung: Taugen die Billiggeräte so viel wie das Original?

Vorgehen: Das ZDF will diese Frage beantworten, indem die Tester mit den drei Maschinen das gleiche Thermomix-Rezept zubereiten. Zunächst eine Minestrone, dann einen Hefeteig. Geschmack und Optik entscheiden über das Testurteil.

Kritik am Test: Kein Blick ins Innere

Gauster kocht mit – auch wenn sein Testkonzept anders ausgesehen hätte. „Ich hätte mir gewünscht, mehr auf die Technik zu gucken“, sagt der Meister. „Schließlich hat man mich als Reparaturfachmann und nicht als Koch in die Sendung geholt.“

In seinen Youtube-Tests jedenfalls verheimlicht der Unternehmer keinen Produktmangel. „Ich will den Leuten zeigen, wie schlecht selbst einige teure Maschinen verarbeitet sind.“

Gut und günstig?

Eine gewisse Aussagekraft spricht der Fachmann dem ZDF-Test aber zu. Gausters Fazit: „Das preisgünstige Segment kann auch viel leisten.“ Das Testgerät von Lidl hat den Experten überzeugt. „Die Maschine war erstaunlich gut für den Preis – und da kann auch nicht viel kaputtgehen“, urteilt der Meister.

„Beim Aldigerät war die Verarbeitung dagegen deutlich minderwertiger“, sagt Gauster. So hatte die Maschine mit dem Kneten eines Hefeteigs deutlich zu kämpfen (ab Minute 13.40). Schnelle Diagnose vom Fachmann: „Das riecht nach Motor.“

Und wann riecht etwas nach Motor? „Das passiert, wenn er wegen Überbeanspruchung zu warm wird“, erklärt Lars Gauster. Im Motorinnern seien für maximale Leitfähigkeit blanke Kupferleitungen verbaut, die mit einem Lack umschlossen sind. Gauster: „Überhitzt der Motor, wird die Lackschicht langsam zerstört und beginnt zu stinken.“

Unternehmer zieht Bilanz

„Es hat Spaß gemacht, bei so einem Dreh dabei zu sein“, erzählt Lars Gauster. Und gut fürs Geschäft ist so ein Fernsehauftritt allemal. „Ich hab sofort mehr Zulauf auf meiner Website und in den sozialen Netzwerken bekommen“, resümiert der Unternehmer.

Video: ein Herz für Defekte

Auch handwerk.com war schon zu Gast im Gauster-Haus. Wir haben dem Chef bei einer Reparatur über die Schulter geschaut und einiges gelernt. Aber sehen Sie doch einfach selbst:

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