Künftig könnten Maschinen entscheiden, welchen Handwerk Kunden brauchen.
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Digitalisierung + IT

Kundenberater Algorithmus: Keine Angst vor der Zukunft?!

Die Digitalisierung wirbelt den Markt auf. Mancher Handwerksbetrieb spürt das schon. Doch wie reagiert man richtig? Ein Handwerker-Netzwerk sucht Antworten.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Schon heute können Computer-Algorithmen Sie mit wenig Mühe besser einschätzen, als Menschen, die Ihnen nahestehen.
  • In Zukunft werden sich Kunden viel stärker auf die Vorschläge von Maschinen verlassen – mit direktem Einfluss auf den Erfolg eines Handwerksbetriebs, sagt Marketingexperte und Digitalpionier Ingo Stoll.
  • Wie sich Unternehmen darauf vorbereiten, verrät er auf dem Partnertreffen des Meinmaler-Netzwerks.

Sind wir uns der Macht der Algorithmen bewusst? Diese Frage kann sich gleich jeder selbst beantworten. Es ist Partnertag des Meinmaler-Netzwerks, 60 Gäste aus dem Handwerk und seiner Lieferanten haben sich versammelt. Und Digitalpionier Ingo Stoll breitet ein paar Wahrheiten vor ihnen aus.

Freund oder Feind? Die Macht der Algorithmen

Er zitiert eine Studie der Stanford Universität. Die hat in einem Großversuch ermittelt, wie viele Facebook-Likes ein Mensch abgeben muss, bis ein Computer ihn besser einschätzen kann, als seine Mitmenschen. Antwort: Ab zehn Likes kennt die Maschine Sie besser als ein Kollege, bei 70 besser als ein Freund. Bei 300 Likes kennt er Sie besser als Ihr Ehepartner! Das war 2015. Seitdem hat sich die Technologie der Big-Data-Konzerne vielfach verbessert, gibt Stoll zu bedenken.

Nur was hat das Handwerk damit zu tun? Ganz einfach. Stoll: „Alexa, such mir einen Maler!“ Welchen Handwerker würde so ein smarter Lautsprecher seinem Kunden aussuchen? Den 08/15-Betrieb, der ihm am Nächsten ist? Oder schlägt sein Algorithmus einen Betrieb vor, der am besten zu den Einkäufen des Kunden und den Websites, die er besucht hat, passt?

Handwerker könnten vom steigenden Einfluss der Algorithmen profitieren, meint Stoll. Bedingung: „Wir dürfen uns davor nicht verschließen.“ Die Frage, die Sie sich stellen müssten, laute nicht: „Würde ich so etwas wie Alexa nutzen?“ Die Frage ist laut Stoll: „Würden meine Kunden das tun?“

Erfolgreich in der Welt der smarten Maschinen

Damit Betriebe in der Digitalisierung bestehen, empfiehlt Ingo Stoll unter anderem:

• Schaffen Sie einen konsequenten Kundenfokus.

• Vernetzen Sie sich, suchen Sie sich Partner.

• Bilden Sie eine Marke.

Warum ist das wichtig? Nur wenn Sie Ihre Kundenzielgruppe klar definiert haben und mit Ihrer Online-Präsenz Ihre Stärken und Spezialisierungen herausstellen, können Algorithmen Sie und Ihre Zielgruppe ganz automatisch zusammenbringen.

Die nötige Sichtbarkeit im Wettbewerb mit immer größer werdenden Anbietern, erreichen Sie leichter in Partner-Netzwerken und unter gemeinsamen Marken. Die Partner im Meinmaler-Netzwerk leben diesen Ansatz. Und sie nehmen sich die Zeit, ihre Betriebe für die Zukunft zu rüsten – mit Ideen aus gemeinsamen Treffen oder gezielten Workshops des Netzwerks.

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