Auch an die Altgesellen denkt der Obermeister beim Thema Meisterpflicht
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Politik und Gesellschaft

Meisterpflicht: Ein Lot für den Minister!

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier soll das Fliesenlegerhandwerk „wieder ins Lot bringen“ – sprich: die Meisterpflicht wieder einführen. Das Lot für diesen harten Job spendiert ihm ein Fliesenlegermeister: ein Familienerbstück.

Gerade erst hat sich der Bundesrat für die Wiedereinführung der Meisterpflicht ausgesprochen. Zuständig dafür wäre das Bundeswirtschaftsministerium. Kein leichter Job für Minister Peter Altmaier. Doch nun bietet ihm Fliesenlegermeister Stefan Bohlken aus Oldenburg sein Hilfe an: Der Handwerker würde gerne sofort nach Berlin kommen und Altmaier ein altes Lot schenken. Die Botschaft im neuen Video von Bohlken ist klar: Altmaier werde es schaffen, das Fliesenlegerhandwerk „wieder ins Lot zu bringen“.

Zugleich macht der Obermeister in seinem neuen Video auf die besondere Lage der Altgesellen in seinem Gewerk aufmerksam: Für sie wünsche er sich einen „Bestandsschutz“, wenn die Meisterpflicht wieder eingeführt wird, sagt Bohlken zu handwerk.com. „Da sind ganz viele tolle Firmen entstanden und an die muss man jetzt denken.“

Das Lot ist ein Erbstück, es gehörte schon Bohlkens Vater, der den Familienbetrieb 1976 gegründet hatte. „Damit hat mein Vater diesen wunderbaren Beruf in den 50-er Jahren gelernt.“ Inzwischen führt längst Sohn Stefan das Unternehmen. Und seit rund eineinhalb Jahren kämpft er für die Wiedereinführung der Meisterpflicht in seinem Gewerk. Mit Videos auf Facebook wirbt er dafür, ist in den Medien präsent und hat mit einer Petition inzwischen "fast 10.000 Unterschriften" gesammelt. Die will er nun nach Berlin bringen – und Altmaier bei dieser Gelegenheit das Familienlot überreichen.

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