Bei Renaults neuem Master gibt es Kipper, Pritsche und Koffer ab Werk.
Foto: Renault

Koffer, Pritsche und Co.

Mit dem Fahrgestell zum individuellen Aufbau

Bei Fahrgestellen ist Individualität gefragt. So gehen Fahrgestelle oft ab Hersteller den Weg zu den Aufbau-Partnerfirmen. Eine Übersicht.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Maßgeschneidert: Wer eine speziell auf die Anforderungen seines Betriebs zugeschnittene Transportlösung sucht, wird bei vielen Nutzfahrzeugherstellern in Form von Fahrgestellen fündig. Sie bilden die Basis für individuell zugeschnittene Aufbauten.
  • Vielseitige Möglichkeiten: Die meisten Hersteller bieten ihre Fahrgestelle in unterschiedlichen Längen an. Das schafft Raum für wirklich passgenaue Fahrzeuge.
  • Verschiedene Wege zum Ziel: Der Weg zur passgenau zugeschnittenen Transportlösung ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Und manchmal ist sogar sinnvoller ganz ohne den Fahrwerkslieferanten zu agieren.
  • Einfache Lösung: Wer nicht wirklich eine hochgradig individualisierte Lösung für seinen Fuhrpark benötigt, findet auch im regulären Sortiment vieler Nutzfahrzeugbauer vielseitige Transportlösungen von der Pritsche bis zum Koffer.

Nutzfahrzeuge sind einfach beziehbar, da modular aufgebaut. Die Nutzfahrzeughersteller bieten ihre Transporter in verschiedenen fertigen Varianten, sodass nur Länge, Motorisierung und Fahrzeugform gewählt werden müssen. Bei Fahrgestellen ist der Kauf hingegen ein umfangreiches Unterfangen, denn es geht dabei meist um individuelle Lösungen für den Betrieb. Zwar bieten viele Hersteller immerhin die Pritsche in verschiedenen Längen und Radständen ab Werk, wenn es aber um Aufbauten geht, kann der Kunde verschiedene Wege gehen – allein oder mit dem Hersteller.

Wir haben einige Fahrgestelle angeschaut und die Verkaufspolitik der Hersteller unter die Lupe genommen. Offensichtlich wird dabei, dass der Ablauf nicht einheitlich ist. Während besonders deutsche Hersteller die Käufer für Umbauten schon im Kaufprozess mit externen Dienstleistern vernetzen, müssen sie sich bei anderen Herstellern manchmal selbst mit einer Firma in Verbindung setzen, um den gewünschten Aufbau zu realisieren. In einigen Fällen kann sich das sogar richtig lohnen.

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Daimler bietet über 200 Umbauten

Der Überblick über das Dienstleistungsportfolio, das die Automobilindustrie in den letzten Jahren aufgebaut hat, beginnt mit dem Klassiker unter den 3,5-Tonnen-Transportern, dem Mercedes-Benz Sprinter. Schon beim Bestellen sind über 200 Umbauten wählbar, die je nach Länge, Radstand, Motorisierung und Antriebsachse zu realisieren sind. Kühlfahrzeuge, Planenabdeckungen für Pritschen, Koffer, Ausbauten für das Handwerk, aber auch Winterdienstfahrzeuge stehen direkt zur Ansicht bereit.

Daimler verbindet dann die Fahrzeugbestellung mit dem Aufbau zu einer Komplettdienstleistung mit transparentem Endpreis. Die günstigste Basis dafür ist der Sprinter 211 CDI als Dreitonner ab 26.700 Euro (alle im Text genannten Preise sind Nettopreise) – in diesem Fall eine Einzelkabine mit Vorderradantrieb und 114 PS starkem Diesel­motor. Direkt ab Werk bietet Daimler die viel gefragte Pritsche und den Dreiseitenkipper an. Bei speziellen Aufbauten können hingegen knapp 30 Tage bis zum fertigen Umbau vergehen. Da lohnt es sich, im Vorfeld den Einsatzzeitraum zu kalkulieren.

Ducato-Fahrgestell in fünf Längen

Fiat handhabt die Fahrgestelle ähnlich. Das Ducato-­Fahrgestell geht bei den Italienern als 3,5-Tonner mit 140-PS-Dieselmotor und Einzelkabine für 29.900 an den Start. Fiat bietet den Ducato ab Werk als Pritsche, Dreiseitenkipper oder mit Leichtbau-Koffer an. Umbauten für verschiedene Einsätze werden in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern ausgeführt. Der Kunde kann sich bei der Bestellung für einen Umbau entscheiden, dieser wird dann direkt an den Dienstleister übergeben. Anschließend erhält der Kunde sein Fahrzeug. Vier Radstandversionen und fünf Längen gewährleisten eine hohe Variabilität bei der Gestaltung extern realisierter Aufbauten.

Ford mit dem günstigem Einstiegspreis

Ford steckt mit der Einzelkabine des Transit die untere Budgetgrenze ab und bietet für 24.750 Euro ein Fahrgestell mit 105 PS starkem 2,0-Liter-Dieselmotor an. Für rund 2.000 Euro Aufpreis wird eine Pritsche aufgesattelt. Die Radstände sind auch hier variabel und reichen von 3.137 bis 4.522 Millimeter. Abgesehen von der Pritsche gibt es bei Ford keine Aufbauten ab Werk, sodass externe Dienstleister mit ins Boot geholt werden. Der optionale Allrad­antrieb eröffnet auch dem Baugewerbe einen leichten Zustieg ins Transit-Programm.

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