Spieler dürfen die Spielfigur selbst wählen und haben die Auswahl zwischen drei Handwerksberufen.
Foto: demo.meister-power.de - Screenshot: handwerk.com

Online-Spiel für den Schulunterricht

Mit "Meister Power" gegen den Fachkräftemangel

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel haben sich sechs Kammern etwas Besonderes einfallen lassen: Sie machen Schüler virtuell zu Handwerksunternehmern.

Inhaltsverzeichnis

Auf einen Blick:

  • Meister Power ist ein Planspiel, das Schülern den Handwerkeralltag näherbringen soll.
  • Das Online-Spiel verfügt über 10 Spielszenarien mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
  • Entwickelt wurde das Spiel in Zusammenarbeit von sechs Handwerkskammern. Ziel des Projekts ist es, das Interesse der Schüler für das Handwerk zu wecken.

Aufträge annehmen, Baustellen fertigstellen, Mitarbeiter einstellen und auch Rechnungen verschicken – das sind Aufgaben, die für den Alltag von Handwerksunternehmern typisch sind. Mit dem Planspiel Meister Power können Schüler in diese Welt eintauchen. Entwickelt wurde es von sechs Handwerkskammern aus Baden-Württemberg. Das Ziel: Schülern die Betriebsführung in einem Handwerksunternehmen näherzubringen.

Mehrwert für den Schulunterricht

Meister Power ist ein Online-Spiel, das über zehn Spielszenarien in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden verfügt. „Je nach Schwierigkeitsgrad dauert ein Spiel 45 bis 90 Minuten“, sagt Maria Grundler, Beraterin für Nachwuchswerbung bei der Handwerkskammer Konstanz. Begleitend zum Spiel gibt es verschiedene Arbeitsblätter für den Schulunterricht. „Die können die Lehrkräfte einsetzen, um die Spielinhalte noch zu vertiefen“, so Grundler.

Von der Auftragsannahme bis zur Rechnungserstellung müssen sich die Spieler bei Meister Power um den gesamten Arbeitsprozess kümmern. „So können sie einen kleinen Einblick in das echte Berufsleben gewinnen“, meint die Beraterin für Nachwuchswerbung.

Drei Gewerke mit großem Fachkräftemangel

Vor Spielbeginn müssen die Schüler einen Beruf wählen. Zur Wahl stehen die Berufe

  • des Anlagenmechanikers für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik,
  • des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik oder
  • des Zimmermanns.

„Es handelt sich um eine Auswahl“, begründet Grundler die Wahlmöglichkeiten. Es handle sich um Gewerke, die das Handwerk abbilden und in denen der Fachkräftemangel auch stark ist.

Positives Feedback von Schulen

Durch das Spiel wird das Handwerk modern präsentiert, so die Beraterin für Nachwuchswerbung. Außerdem sorge es dafür, dass die Schüler schon früh mit dem Handwerk in Berührung kommen. Grundler ist davon überzeugt, dass es auf diese Weise gelingt, das Interesse der jungen Leute für einen Handwerksberuf zu wecken.

Von den Schulen gab es auch schon positives Feedback, mehr als 20 haben es bisher eingesetzt: „Es ist schön, zu hören, dass die Schüler viel Spaß an dem Planspiel haben und sich immer mehr Schulen dafür interessieren“, freut sich Grundler.

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