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Recht

Mitarbeiter beleidigt Chef – und was dann?

Ist die Stimmung im Betrieb gereizt, geht Mitarbeitern schon mal ein beleidigendes Wort über die Lippen. Doch zu welchen Mitteln dürfen Chefs in so einem Fall greifen?

Grobe Beleidigungen können grundsätzlich eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Das hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein im Fall eines Gesellen entschieden. Der Mitarbeiter eines SHK-Betriebes hatte seine Chefs in einem Gespräch als „große Arschlöcher“ bezeichnet. Daraufhin erhielt der 62-Jährige seine fristlose Kündigung.

Dagegen klagte er. Das Arbeitsgericht wies die Klage in erster Instanz ab. Auch im Revisionsverfahren gaben die Richter dem Handwerksbetrieb recht. Allerdings wiesen sie darauf hin, dass generell vom Einzelfall abhängt, was eine grobe Beleidigung ist. Zu berücksichtigen sei der betriebliche beziehungsweise der branchenübliche Umgangston sowie die Gesprächssituation.

Darüber hinaus stellten die Richter fest, dass Arbeitnehmer bei einer groben Beleidigung grundsätzlich nicht auf ihr Recht auf freie Meinungsäußerung pochen können. (aml)

LAG Schleswig-Holstein: Urteil vom 24. Januar 2017, Az. 3 Sa 244/16

Recht

Beteiligung an Konkurrenzunternehmen rechtfertigt fristlose Kündigung

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Whatsapp-Nachricht mit Folgen

Geht nicht: fristlose Kündigung für „Dusselkopf“

Eine Mitarbeiterin bezeichnet ihren Chef in einer Whatsapp-Nachricht als "Dusselkopf". Mit seiner fristlosen Kündigung kam er aber nicht durch. Das Arbeitsgericht Köln hat dafür einen guten Grund.

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Konkurrenzprodukte dürfen als Nachahmung bezeichnet werden

Wer Produkte von Mitbewerbern als Nachahmung bezeichnet, äußert lediglich seine Meinung und greift den Mitbewerber damit nicht an. Das hat das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein entschieden.