Laut KfW-Mittelstandspanel zogen 2019 nur noch 44 Prozent der KMU eine Nachfolge innerhalb der Familie in Betracht.
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Strategie

Nachfolge: Familie verliert an Bedeutung

Nur noch weniger als die Hälfte der KMU plant laut KfW-Analyse eine Nachfolge in der Familie. Zwei alternative Optionen werden dagegen immer beliebter.

Eine Unternehmensnachfolge innerhalb der Familie – das ist laut Nachfolge-Monitoring Mittelstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eigentlich das prägende Bild des unternehmerischen Generationswechsels. Allerdings bröckelt dieses Bild laut den aktuellen Daten des KfW-Mittelstandspanels – Datenbasis: 15.000 Unternehmen – zum Nachfolgemonitoring.

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Für die Erhebung wurden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unter anderem befragt, welche Nachfolgevarianten, sie gegenwärtig in Betracht ziehen (Mehrfachnennungen waren möglich). Dabei antworteten 2019 nur noch 44 Prozent der Unternehmen, dass ein Familenmitglied für eine Übernahme in Betracht kommt. Noch 2017 gaben das 54 Prozent an.

Deutlich beliebter wurden im Vergleich zwei andere Nachfolgevarianten. Die Übergabe an einen externen Käufer als Nachfolgeoption legte von 42 Prozent 2017 auf 50 Prozent zu. Eine deutliche Steigerung gab es auch bei der möglichen Betriebsübergabe an einen Mitarbeiter: Zogen das 2017 nur 25 Prozent der Befragten in Betracht, waren es zuletzt bereits 34 Prozent. Die Übergabe an einen Miteigentümer lag 2019 mit 27 Prozent auf demselben Niveau wie vor zwei Jahren.

Eine positive Entwicklung sieht das KfW-Mittelstandspanel beim Erfolg der Unternehmen, frühzeitig eine Nachfolgelösung zu finden und abzuschließen. Bei einer angestrebten Nachfolge innerhalb eines Zweijahreszeitraums hätten inzwischen 41 Prozent der Unternehmen die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Vor zwei Jahren lag die Quote nur bei 30 Prozent.

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