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Nachfolge von langer Hand

Nachfolge von langer HandNachfolge von langer Hand

Als Paradebeispiel für eine gelungene Betriebsnachfolge präsentiert sich die Firma Barghorn im niedersächsischen Brake. Nachfolger Gunnar Barghorn setzt auf Kontinuität in der Unternehmensstrategie und Veränderungen im Innern.

Gunnar Barghorn setzt auf Kontinuität. Im Herbst 2001 hat er die alleinige Leitung des Familienunternehmens von Vater Magnus übernommen. Zielstrebig und mit viel Geduld hatten beide zuvor gemeinsam die Nachfolge in der Dipl-Ing. M.F. Barghorn GmbH amp; Co. KG in Brake vorbereitet.

Ein großes Erbe

Der Nachfolger ist ein großes Erbe angetreten: Metall- und Stahlbau, Maschinenbau und Haustechnik vereint der Betrieb unter einem Dach. Mit 150 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 9,7 Millionen EURO ist Barghorn eines der wirtschaftsstärksten Unternehmen der Region Wesermarsch.

Vorbereitung von langer Hand

Der Wechsel kam für Mitarbeiter und Kunden nicht überraschend. Bereits drei Jahre vor der Übernahme war der Wirtschaftsingenieur, Schweißfachingenieur und gelernte Maschinenbauer Gunnar Barghorn in die Geschäftsführung eingestiegen. Schritt für Schritt hatte der 34-Jährige mehr Aufgaben im Betrieb übernommen. Bis zur Übernahme habe er technische Einzelprojekte verfolgt. Als alleiniger Geschäftsführer müsse er solche Aufgaben nun mehr delegieren und das Ganze im Auge behalten. Auch einige äußere Signale waren mit dem Führungswechsel verbunden: Der Sohn übernimmt das Büro des Vaters, die Eingangspost geht nun über seinen Schreibtisch.

Unterstützung vom Senior

Für das Unternehmen ist es der dritte Generationswechsel. 30 Jahre hat Firmengründer Ing. Fritz Böning den Betrieb geleitet, 30 Jahre lang sein Schwiegersohn Dipl.-Ing. Magnus F. Barghorn. Nun ist dessen Sohn an der Reihe. Der Senior bleibt dem Unternehmen jedoch erhalten. Als Schweißfachingenieur wird er sich weiterhin um die Schweißtechnik, aber auch um das Fuhrparkmanagement und repräsentative Aufgaben kümmern.

Wechsel im Führungsstil

Mit der neuen Generation hielt ein neuer Führungsstil Einzug in die Büros und Werkstätten am Ortsrand von Brake. Mein Vater greift schneller ein oder haut auch dazwischen, berichtet der neue Chef. Gunnar Barghorn hingegen will nicht alles selber machen, sondern die Voraussetzungen dafür schaffen, dass gut gearbeitet wird. Die Guten fördern und den Schlechten helfen, lautet seine Devise. Nur wenn das nicht fruchtet, ist der Nachfolger um klare Worte und Entscheidungen nicht verlegen. Jeder hat auf seine Art Erfolg, bestätigt Magnus Barghorn seinen Sohn.

Kontinuität in der Unternehmensstrategie

Unverändert soll die Unternehmensstrategie bleiben: Unsere Grundidee ist es, vielseitig zu sein, sagt der Vater. Und der Sohn ergänzt: Vielseitigkeit bringt nie die großen Gewinne, aber sie sichert langfristig die Existenz. Die Vielfalt wurde schrittweise aufgebaut. So soll es weitergehen. Ideen für neue Geschäftsfelder hat Gunnar Barghorn längst, das Gelände für Erweiterungen steht bereit. Doch dafür will er sich Zeit lassen, den Markt genau beobachten und die Flaute am Bau abwarten. Dabei hilft ihm das breite Leistungsspektrum des Betriebs: Die Baukrise fangen andere Unternehmensbereiche auf. Die Baukrise können wir aussitzen, die ist für uns vor allem ein Anlass zu Geduld, sagt der Nachfolger.

Weitere Infos:

http://www.barghorn.de

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