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Adressbuchschwindel

Neuer Fall von Internet-Abzocke

Finger weg von eiligen Brancheneinträgen: Das Thema Branchenbuch-Abzocke ist nach wie vor hochbrisant. Zurzeit macht eine Düsseldorfer Firma Schlagzeilen. Sie verschickt amtlich wirkende Formblätter ohne Anschreiben.

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Die Schreiben der sogenannten Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE) enthielten die Aufforderung, Daten zu ergänzen, zu unterschreiben und das Formular zurückzuschicken, meldet die Lausitzer Rundschau (LR). „Ich bin davon ausgegangen, dass es um eine amtliche Auskunft geht“, sagte der Chef einer betroffenen Hoyerswerdaer Baufirma der LR. Ein anderer Handwerker habe das Gewerbeamt für den Absender gehalten.

Die wichtigen Vertragsdetails verstecken sich im Kleingedruckten

Erst aus dem umfangreichen Kleingedruckten gehe hervor, dass es sich um einen kostenpflichtigen Eintrag auf einem Internetportal der im vorigen November gegründeten GWE GmbH handelt. Dort seien auf der Vorderseite 39,85 Euro für einen Basiseintrag erwähnt. Erst in der Mitte der Rückseite sei zu erfahren, dass es um eine Mindestvertragszeit von 24 Monaten gehe, schreibt die LR. Auf Anfrage von handwerk.com hat die GWE keine Stellung zu der geschilderten Vorgehensweise bezogen.

Als unlauteren Wettbewerb stuft der DSW die Machenschaften ein

Der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität (DSW) geht der LR zufolge der Angelegenheit bereits nach. Dort seien Beschwerden aus dem gesamten Bundesgebiet eingegangen. Im Vorgehen der Firma sehe der DSW unlauteren Wettbewerb. Er habe der GEW GmbH darum eine Abmahnung geschickt. „Wer so ein Schreiben bekommt, sollte sich wehren und Anzeige wegen arglistiger Täuschung erstatten“, rät der Schutzverband.

Übrigens: GWE GmbH ist mit mehreren Seiten im Internet vertreten. Dazu gehören www.branchenbuch-in-deutschland.de, www.gwe-wirtschaftsinformation.de und www.gewerbeauskunft-zentrale.de.

(bw)

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Die Kostenpflicht lauert im Kleingedruckten

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