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Öffentliche Zahlungsmoral bedroht Baufirmen

Öffentliche Zahlungsmoral bedroht Baufirmen

Der Baugewerbe-Verband Sachsen-Anhalt hat der öffentlichen Hand vorgeworfen, mit schlechter Zahlungsmoral Baufirmen zu ruinieren.

Der Baugewerbe-Verband Sachsen-Anhalt hat der

öffentlichen Hand vorgeworfen, mit schlechter Zahlungsmoral Baufirmen

zu ruinieren. "Insbesondere Gemeinden und Verwaltungsgeeinschaften

verzögern bewusst oder fahrlässig die Bezahlung der erbrachten

Bauleistungen", sagte Hauptgeschäftsführer Guido Henke am Montag in

Magdeburg. Die Zahlungsfristen nach der Gemeindeordnung und der

Vergabeordnung seien nur Theorie. "In Zeiten einer jahrelangen

Baukrise sind sich die Gemeinden ihrer Nachfragemacht bewusst und

nutzen dies weidlich aus", kritisierte der Verbandsvertreter.

Die Unternehmen seien froh, überhaupt einen Auftrag zu bekommen.

"Da überlegt es sich jeder Unternehmer dreimal, ob er sechs Wochen

nach Fälligkeit schon eine Mahnung schreibt", sagte Henke.

Zahlungsengpässe seien so vorprogrammiert und der Weg zum

Insolvenzgericht nicht weit.

Hinzu kämen ungerechtfertigte Rechnungskürzungen, vorgeschobene

Mängelbehauptungen oder angebliche Nichtprüfbarkeit von Rechnungen.

"Das kannten wir als Massenerscheinung bisher nur von privaten

Auftraggebern", betonte Henke. Diese Methode werde nun zunehmend von

kommunal beauftragten Ingenieur- und Planungsbüros auch bei

öffentlichen Aufträgen praktiziert, um die Baukosten zu Lasten der

Unternehmen zu reduzieren. "Oft entscheiden die Kommunalfürsten auch

selbstherrlich gegen die Empfehlungen ihrer eigenen Bauexperten",

betonte der Geschäftsführer.

Er forderte, Beamte und Angestellte in den Bauämtern besser

auszubilden und regelmäßig zu schulen. "So manches Problem wäre mit

einer ordnungsgemäßen Ausschreibung, Abwicklung und Abrechnung der

Baumaßnahme zu vermeiden gewesen", sagte Henke. Hier bestehe noch

großer Nachholbedarf.

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